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Grevenbroich
Bauverein investiert 24 Millionen bis 2020

Grevenbroich: Bauverein investiert 24 Millionen bis 2020
Bauvereins-Vorstand Hubert Zimmermann vor den Häusern am Herkenbuscher Weg in der Südstadt, die ab April saniert werden sollen. FOTO: Lothar Berns
Grevenbroich. Rund zehn Millionen sind für Neubauten geplant. Auf der Warteliste der Genossenschaft stehen rund 500 Interessenten für Wohnungen Von Carsten Sommerfeld

Der Bauverein Grevenbroich hat ein großes Investitionsprogramm aufgelegt: Bis 2020 sollen 24,2 Millionen Euro aufgewendet werden. Davon sind 9,9 Millionen Euro für Neubauten vorgesehen - als nächstes soll im Herbst im Flutgraben-Viertel der Bau eines Gebäudes mit neun bis zwölf Wohnungen starten.

Der Bedarf an Wohnungen in der Stadt steigt, das merkt auch die Wohnungsbaugenossenschaft mit rund 1600 Wohnungen. "Wenn bei uns eine öffentlich geförderte Wohnung frei wird, melden sich 30 Bewerber, früher waren es etwa sechs", schildert Hubert Zimmermann, Vorstand beim Bauverein. "In anderthalb Jahren ist die Zahl der Interessenten auf unserer Warteliste von 300 auf etwa 500 gestiegen - und der Bedarf ist heute häufiger als früher dringend." Die Zuwanderung von Flüchtlingen "verschärft die Situation, aber der Bedarf steigt allgemein - etwa wegen oft geringerer Altersrenten", berichtet Zimmermann. "Das ist eine Herausforderung, bei der alle im Wohnungsbau Beteiligten anpacken müssen."

Auch Landrat Hans-Jürgen Petrauschke hatte betont, dass mehr bezahlbarer Wohnbau erforderlich ist. Er denkt an die Gründung einer Wohnungsbaugesellschaft des Rhein-Kreises Neuss.

Drei Neubauprojekte hat sich der Bauverein Grevenbroich bis 2020 vorgenommen, aber auch größere Modernisierungsvorhaben für 4,15 Millionen Euro sind geplant: Im April soll die Sanierung von fünf Häusern am Herkenbuscher Weg in der Südstadt beginnen. Die Gebäude aus den 70er Jahren werden für eine halbe Million Euro auf Energiesparen getrimmt. "Wir bauen neue Fenster ein, erneuern und isolieren das Dach - Maßnahmen, die den Mietern Vorteile beim Energieverbrauch bringen", so Zimmermann. Saniert wird 2016 ebenfalls das Haus Zedernstraße 4. Eine weitere Baustelle: Im März/April werden die Häuser Zumbuschstraße 6/8 und Schweidweg 35/37, sie stammen aus den 20er Jahren, abgerissen. Sie weichen einem dreietagigen Haus mit neun bis zwölf Wohnungen. "Wir stehen mit der Gesellschaft ,Venovia', der Nachbarflächen gehören, in Gesprächen, um durch Flächentausch die Grundstücke optimal zuzuschneiden", erläutert Zimmermann. Der 3,1 Millionen teure Neubau soll Ende 2017 fertig sein. Für 2019/20 plant die Genossenschaft im Flutgraben-Viertel Ersatzbauten mit 30 Wohnungen für die alten Häuser am Tackelgraben 1-7. "Vor einer Entscheidung möchten wir aber wissen, was aus dem alten Bauhof-Gelände nebenan wird", so der Vorstand. Der Bauverein sei für die Neubauten am Kauf eines Teils der Fläche interessiert.

Bereits für 2017/18 steht in Elsen/Orken der Neubau von 26 Wohnungen - Investitionssumme: 3,4 Millionen Euro - auf dem Plan.

Bislang hat der Bauverein 13 Wohnungen an Flüchtlinge vergeben, zudem wohnen allein nach Deutschland gekommene Männer in zwei Häusern im Flutgrabenviertel. "Wir vergeben Wohnungen an Flüchtlinge verteilt über unsere Quartiere, um so die Integration zu fördern", sagt Zimmermann.

Quelle: NGZ
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