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Grevenbroich
Bauverzögerung für Flüchtlingsunterkunft

Grevenbroich. Lieferengpässe bei Wohncontainern. Stadt informiert Anwohner der Gilbachstraße über Baupläne.

Der Bau der Flüchtlingsunterkunft an der Gilbachstraße verzögert sich. "Wir gehen davon aus, dass die Anlage im Frühjahr nächsten Jahres fertig sein wird", erklärt Dezernent Claus Ropertz. Noch vor drei Wochen hieß es im Rathaus, dass die Wohncontainer für rund 100 Bewohner Ende des Jahres stehen sollten. Dieser Termin ist nicht mehr zu halten - der Grund: "Es sind kaum noch Wohncontainer zu bekommen. Wir stehen mit vielen anderen Interessenten in einer Schlange", sagt Ropertz. "Da besteht ein arges Missverhältnis zwischen Angebot und Nachfrage". Schließlich stehen etliche Kommunen vor der gleichen Herausforderung, eine steigende Zahl von Flüchtlingen unterzubringen.

Auf dem städtischen Grundstück am Wendehammer der Gilbachstraße will die Verwaltung eine Unterkunft mit sieben Wohncontainer-Einheiten schaffen - jede bietet Platz für etwa 16 Menschen. Gerüchten, dass eine nicht ausreichende Stromversorgung Ursache für die Verzögerung sei, erteilte Ropertz eine Absage. Auch anderes muss geplant werden: Im Rathaus wird laut Ropertz überlegt, dass die Asylbewerber von der Gilbachstraße in Richtung Innenstadt einen Weg nutzen können, der im Rahmen der früheren Rhein-Erft-Schau am Hagelkreuz angelegt worden sei. Vor dem Bau der Unterkunft will die Stadt die Anwohner an der Gilbachstraße am Dienstag, 15. Dezember, über ihre Pläne informieren. Im Vorfeld habe es, so Ropertz, bereits ein Gespräch von Anwohnern mit Vertretern der Stadt gegeben.

CDU-Fraktionschef Wolfgang Kaiser hatte vor kurzem gefordert, dass die Stadt Anwohner frühzeitiger über geplante Asylbewerber-Unterkünfte informieren soll. "Nur so können wir Akzeptanz erhalten und schaffen", betonte der CDU-Politiker. Ropertz erklärt dagegen, dass der Termin angesichts der Fertigstellung 2016 rechtzeitig sei. - Eine Info-Versammlung soll es, wie der Dezernent ankündigt, auch für Anwohner des früheren Finanzamtes an der Erckensstraße geben. Die Stadt baut den Komplex als Notunterkunft für bis zu 150 Flüchtlinge um - die bisherigen Unterkünfte in der Alten Feuerwache und der Turnhalle am Schlossstadion sollen danach aufgegeben werden.

(cso-)
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