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Grevenbroich
Behinderte Menschen sollen auch von Städtepartnerschaft profitieren

Grevenbroich. Auch behinderte Menschen sollen an der Städtefreundschaft mit der niederländischen Gemeinde Peel en Maas teilhaben. Das ist das Ziel des Partnerschaftsvereins, der jetzt gemeinsam mit Vertretern der Varius-Werkstätten ins Nachbarland reiste. Dort knüpfte das Team um Geschäftsführer Wilfried Moll erste Kontakte zur "NLW Groep", die eine ähnliche Arbeit leistet wie der Hemmerdener Betrieb mit 700 Mitarbeitern.

"Die Städtepartnerschaft soll auf möglichst vielen Ebenen stattfinden", sagt Joachim Schwedhelm vom Grevenbroicher Partnerschaftsverein. Sein Wunsch: Neben Sportlern, Künstlern und Brauchtumsvereinen sollen sich künftig auch behinderte Menschen aus beiden Ländern treffen, möglicherweise sogar zusammen arbeiten. Schwedhelm hat einen ersten Kontakt zwischen den Vertretern beider Werkstätten organisiert, ein weiteres Treffen wurde vereinbart.

"Die Kollegen aus den Niederlanden werden im September nach Grevenbroich kommen, um unsere Betriebe kennenzulernen", sagt Wilfried Moll. Bei dieser Gelegenheit soll überlegt werden, ob der vom Partnerschaftsverein angeregte Austausch möglich ist - und wenn ja, wie er organisiert werden kann. Für den vom Partnerschaftsverein geknüpfte Kontakt nach Holland ist der Geschäftsführer der Varius-Werkstätten dankbar: "Im direkten Vergleich lernt man Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten kennen. Man kann viel voneinander lernen", sagt Moll.

Die "NLW Groep" wurde 1955 gegründet, sie bietet seither Arbeit für eingeschränkt erwerbsfähige Menschen. Anders als bei Varius, wo auch Schwerstmehrfachbehinderte tätig sind, arbeitet die Hälfte der insgesamt 1200 Beschäftigten nicht in den eigenen Werkstätten, sondern direkt bei Arbeitgebern in der Region Noord-Limburg-West. Zwar entsendet Varius auch Mitarbeiter in andere Betriebe - "doch unser Prozentsatz ist deutlich kleiner", sagt Wilfried Moll.

Das Treffen in den Niederlanden ist ein weiterer Mosaikstein auf dem Weg zu einer festen Partnerschaft mit Peel en Maas und dem dazugehörenden Ort Kessel. Wann die Freundschaft zwischen den beiden Kommunen offiziell per Urkunde besiegelt werden soll, steht noch nicht fest. "Ich gehe aber davon aus, dass das noch in diesem Jahr sein wird", sagt Joachim Schwedhelm. In einer seiner nächsten Sitzungen wird sich der Stadtrat mit diesem Thema beschäftigen.

(wilp)
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