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Grevenbroich
Bezirksregierung: Bohrschlämme liegen sicher

Grevenbroich. Von den auf dem Welchenberg in Neuenhausen deponierten Bohrschlämmen aus der niedersächsischen Erdöl- und Erdgasförderung gehen keine Gefahren für die Bevölkerung aus. Das ist einer Stellungnahme der Bezirksregierung Düsseldorf zu entnehmen, die den Mitgliedern des Umweltausschusses vorgelegt wurde. Wie das zuständige Dezernat der Behörde mitteilte, wurden im Februar und März 2007 insgesamt 3986 Tonnen ölhaltige Bohrschlämme in Neuenhausen abgelagert, und zwar kurz bevor die Sondermülldeponie geschlossen wurde.

Die Deponie der Klasse III sei für Sondermüll dieser Art ausgelegt, heißt es von Seiten der Bezirksregierung. Gefahren gingen davon nicht aus. Die Bohrschlämme seien ordnungsgemäß auf dem Welchenberg verkippt worden "Durch eine Oberflächen-und Basisabdichtung sind sie sicher eingekapselt", heißt es in der Stellungnahme.

Ein weiterer Ausbau und eine gesonderte Entsorgung des Materials sei "wegen der dauerhaften Trennung von der Biosphäre" nicht erforderlich. Die Sonderabfalldeponie sei für eine dauerhafte Ablagerung dieser Abfallarten vorgesehen und geeignet. Zudem werde die Deponie regelmäßig überwacht.

Dass in Neuenhausen ölhaltige Bohrschlämme verkippt wurden, ging aus einem im April veröffentlichten Bericht des NRW-Umweltministeriums hervor. Danach gehört die frühere, für gefährliche Abfälle bestimmte Deponie zu einer von drei in Nordrhein-Westfalen, auf denen das Material aus Niedersachsen gelagert wurde.

Die UWG hatte daraufhin einen Fragenkatalog an die Stadt gerichtet, der jetzt von der Bezirksregierung beantwortet wurde.

(wilp)
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