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Ausstellung "Spurensuche" in Grevenbroich
"Bilder-Detektive" liefern wertvolle Hinweise zu alten Fotos

Ausstellung "Spurensuche" in Grevenbroich: "Bilder-Detektive" liefern wertvolle Hinweise zu alten Fotos
Eines der vielen Fotos, die noch nicht identifiziert werden konnten, zeigt offensichtlich zwei Turnerinnen auf einem "Pferd". FOTO: Sammlung Larisch/Stadtarchiv
Grevenbroich. Die Grevenbroicher haben in der Stadtbücherei wahre Detektiv-Arbeit geleistet. Im Rahmen der Ausstellung "Spurensuche" konnte bereits mehr als ein Viertel der 126 bisher unidentifizierten historischen Fotos mit Orten oder Namen versehen werden. Weil es so gut läuft, wird ein Teil der zwischen 1900 und 1960 entstandenen Bilder nun ausgetauscht. "Die Spurensuche geht also weiter", sagt Stadtarchivar Thomas Wolff.

Besonders viele Hinweise gab es auf ein Foto, das in der NGZ veröffentlicht wurde und Geschmack auf einen Besuch der Ausstellung machen sollte. Das Bild eines Schnee schippenden Mannes, der von einer Gruppe Frauen beobachtet wurde, konnte nach Tüschenbroich verortet werden. "Das Foto entstand 1942 auf der Fischerstraße", berichtet der Wevelinghovener Sammler Jürgen Larisch, der die ausgestellten Exponate dem Stadtarchiv zur Verfügung gestellt hat. Ein Teil der auf dem Bild zu sehenden Personen konnte sogar mit Namen versehen werden.

Fotos: Spurensuche - Rätsel um alte Fotos FOTO: Sammlung Larisch/StadtArchiv

Besucher der Ausstellung identifizierten ehemalige Häuser und Höfe in den längst abgebaggerten Orten Elfgen und Belmen, manche erkannten sich sogar selbst wieder - ewa auf einem Foto, das in den 1950er Jahren bei einer Klassenfahrt des damaligen Kreisgymnasiums I - dem heutigen Erasmus-Gymnasium - "geschossen" wurde. Zudem identifizierten aufmerksame Grevenbroicher den alten St.-Josef-Altar in Allrath auf den Bildern, oder den ehemaligen Braunkohle-Tagebau in Frimmersdorf.

Hier sehen Sie eine Auswahl der Fotos, zu denen im Rahmen der Ausstellung Hinweise gesucht werden.

"Bei historischen Fotos von Straßenzügen konnten uns einige Grevenbroicher sogar noch genau sagen, wer in den jeweiligen Häusern gelebt hat", staunt Thomas Wolff. Für das Stadtarchiv seien solche und andere Informationen in jedem Fall ein Gewinn: "Das alles sind Puzzleteile, die uns etwas mehr über die Entwicklung der Stadt verraten." Obwohl sie erst seit gut zwei Wochen laufe, sei die Ausstellung schon jetzt ein Erfolg. "Wir würden uns natürlich freuen, wenn die Grevenbroicher ihre Detektivarbeit in der Stadtbücherei fortsetzen würden", sagt Thomas Wolff.

Stadtarchiv-Mitarbeiter Norbert Schmitz wird nun mehr als 30 neue alte Fotos aufhängen, die weder mit Orten, Namen oder Jahreszahlen versehen werden können. Die Ausstellung läuft noch bis zum 30. April. Sie kann zu den jeweiligen Öffnungszeiten der Stadtbücherei besucht werden.

(wilp)
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