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Grevenbroich
Biologe zeigt die Natur-Raritäten vor der Haustüre

Grevenbroich. Oliver Tillmanns (39) aus Grevenbroich lädt von April bis September wieder zu Expeditionen ins Tierreich ein. Von Wiljo Piel

Der Pirol ist landesweit extrem selten geworden. Doch rund um die Schwarze Brücke bei Gilverath kann der leuchtend gelbe Vogel noch recht häufig beobachtet werden. "In diesem Naturschutzgebiet fliegen relativ viele Exemplare herum", sagt der Biologe Oliver Tillmanns: "Mit etwas Glück kann jeder das scheue Tier an den Altarmen der Erft beobachten. Es zieht sich meist in die Wipfel hoher Bäume zurück."

Wer sich auf die Spuren des Pirols begeben möchte, ist bei Tillmanns richtig: Der 39 Jahre alte Grevenbroicher hat soeben ein Exkursions-Programm herausgegeben, das Interessierte von April bis September zu den Natur-Raritäten in Grevenbroich und Umgebung führen wird. Die "Pirol-Expedition" in der Erftaue steht am 22. Mai auf dem Programm.

"Nicht weit von der eigenen Haustüre entfernt gibt es viel zu entdecken - darauf möchte ich aufmerksam machen", sagt Tillmanns. Damit meint er etwa den "Wald der blauen Blumen" bei Hückelhoven, in dem im Frühjahr tausende Exemplare des Atlantischen Hasenglöckchens blühen, was einzigartig in Deutschland ist. Am 1. Mai geht es dorthin. Vorher lädt Tillmanns zu einer Exkursion in das südliche Kaarster Stadtgebiet ein: "Dort befindet sich die wohl größte Population des seltenen Kiebitzes im Rhein-Kreis", sagt der 39-Jährige. Wer den Flugkünstler mit dem schicken Kopfschmuck beobachten möchte, sollte am 17. April ein Fernglas mitnehmen. Oliver Tillmanns wird zu exotischen Sittichen im Grevenbroicher Stadtpark führen (30. April), die Teufelsnadeln im Neurather See vorstellen (21. August) oder die Neusser Ölgangsinsel (24. April) erkunden. Wer an dem Programm interessiert ist, schickt eine E-Mail an die Adresse "mail@natur-gutachten.de".

Die Teilnahme an den insgesamt acht naturkundlichen Exkursionen ist kostenlos. Oliver Tillmanns wird aber um Spenden für das Grevenbroicher Umweltzentrum "Schneckenhaus" bitten.

Quelle: NGZ
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