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Grevenbroich
Bistum liegen Bernardushaus-Pläne vor

Grevenbroich: Bistum liegen Bernardushaus-Pläne vor
Kreisdechant Guido Assmann, Oberpfarrer an St. Quirin Neuss, führt die Amtsgeschäfte im Seelsorgebereich Elsbach/Erft als Pfarrverweser seit zweieinhalb Jahren. Er geht davon aus, noch mindestens bis zum Sommer zu bleiben. FOTO: woi
Grevenbroich. Pfarrverweser Guido Assmann möchte im Seelsorgebereich Elsbach/Erft ein bestelltes Feld an seinen Nachfolger übergeben. Der ist zwar noch nicht gefunden - das Bernardushaus aber soll grundlegend ausgebaut werden. Von Andreas Buchbauer

Das Erzbistum Köln hat die Pläne für den angestrebten Ausbau des Bernardushauses vorliegen. Das Gebäude soll zur zentralen Anlaufstelle der fünf katholischen Gemeinden im Seelsorgebereich Elsbach/Erft werden - und damit noch mehr die Funktion eines katholischen Zentrums in der Grevenbroicher Innenstadt erfüllen. Kreisdechant Guido Assmann, der die Amtsgeschäfte im Seelsorgebereich Elsbach-Erft seit 1. März 2013 als Pfarrverweser führt, hofft nun auf den Zuschlag vom Bistum. "Die zuständigen Stellen müssen den Plänen zustimmen. Zudem muss noch die Frage der Finanzierung geklärt werden", sagt Assmann. Zwar gebe es noch keinen Zeitplan, wann die Entscheidung falle. Eine unendliche Geschichte soll es dennoch nicht werden. "Wenn alles passt, könnten wir im Sommer anfangen", betont Assmann.

Die Pläne sehen vor, dass in dem Gebäude sowohl kirchliche Beratungsangebote als auch zentrale Büros und Arbeitsräume untergebracht werden. "Im Erdgeschoss ist das ,Café Kultus' als Jugendeinrichtung gesetzt", sagt Assmann. "Im ersten Stock könnte es neben dem Pastoralbüro auch das Dienstzimmer des Pfarrers sowie Besprechungs- und Gruppenräume geben." Knackpunkt ist noch die Nutzung der zweiten Etage. Dort sollen Räume vermietet werden - zum Beispiel an Wohlfahrtsverbände. "Wir haben bereits entsprechende Gespräche geführt und hoffen, dass wir mit den Interessenten zusammenfinden."

Erste Pläne zum Ausbau des Bernardushauses hatte Assmann schon 2013 vorgestellt. Ein Kerngedanke ist, dass die katholische Kirche im Zentrum der City mehr Flagge zeigen soll. In den neben St. Peter und Paul Stadtmitte zum Seelsorgebereich zählenden Pfarrgemeinden St. Georg Elfgen, St. Stephanus Elsen, St. Mariä Geburt Noithausen und St. Mariä Himmelfahrt Gustorf soll es zwar auch weiterhin Sprechstunden geben. Die zentrale Anlaufstelle für die Katholiken soll aber in Stadtmitte sein. Der Glaube gehöre, so Assmann, mitten ins Leben, und ein großer Teil des Lebens finde in der Innenstadt statt.

Neben der räumlichen Konzentration stellt sich im Seelsorgebereich jedoch vor allem eine personelle Frage. Guido Assmann geht davon aus, dass die seit dem Weggang von Pfarrer Willi Steinfort vakante Stelle des leitenden Pfarrers im Seelsorgebereich Elsbach/Erft auch bis Mitte 2016 nicht neu besetzt wird. "Die drei Jahre werde ich wohl voll machen und noch mindestens bis Sommer bleiben", sagt Assmann, der die Amtsgeschäfte kommissarisch führt.

Der Kreisdechant macht kein Hehl daraus, dass er sich eine so lange Zeit als Pfarrverweser bei Antritt nicht vorgestellt hat - zumal dies eine zusätzliche Belastung neben seiner Tätigkeit als Oberpfarrer an St. Quirin Neuss ist. "Mit einem guten Zeitmanagement und dank der Unterstützung im Seelsorgebereich Elsbach/Erft klappt das aber", betont Assmann. Er möchte so lange weiterhelfen, bis eine dauerhafte Lösung gefunden ist. "Ich hätte sonst das Gefühl, die Grevenbroicher im Stich zu lassen - und das werde ich nicht."

Quelle: NGZ
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