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Grevenbroich
Bleibt Feuerwache länger Notunterkunft?

Grevenbroich. Die Flüchtlingsunterkunft in der Alten Feuerwache wird eventuell doch noch einige Zeit benötigt. Von Carsten Sommerfeld

Die Stadt und der Rhein-Kreis Neuss warten auf Entscheidungen beim Land, was mit den beiden Notunterkünften in Grevenbroich geschieht. Die Stadt hatte das Signal erhalten, dass das Land die kleineren Notunterkünfte nach dem 29. Februar nicht mehr benötigt. "Nun haben wir eine - nicht offizielle - Information bekommen, dass unsere Unterkunft doch bis Ende März oder Anfang April genutzt werden soll", erklärt im Rathaus Claus Ropertz. Die Stadt hatte im Sommer als Amtshilfe fürs Land eine Unterkunft mit 150 Plätzen in der Alten Feuerwache und in der Turnhalle etwas weiter geschaffen. Letztere Halle steht zurzeit leer.

Planungssicherheit wünscht sich auch der Kreis, der in der Turnhalle im Berufsbildungszentrum eine Notunterkunft mit 300 Plätzen betreibt. Auch sie ist zurzeit nicht belegt, neue Asylbewerber werden aber erwartet. "Am 17. Februar wird es ein Gespräch zwischen Landesinnenminister Ralf Jäger und Vertretern der Kommunen geben. Wir hoffen auf definitive Aussagen, wie es mit den Notunterkünften weitergeht, wie die Zielplanung beim Land aussieht", erklärt Kreisdirektor Dirk Brügge, der am Gespräch teilnehmen wird. "Wir haben gegenüber dem Land deutlich gemacht, dass das Modell der Unterbringung bei uns nur funktioniert, wenn unsere Notunterkunft in Grevenbroich erhalten bleibt." Die Berufsschul-Turnhalle fungiert als "Drehscheibe". Dort findet die medizinische Erstuntersuchung für Asylbewerber statt, nach kurzer Zeit werden sie auf andere Notunterkünfte verteilt. Wird die Halle dafür nicht mehr benötigt, soll sie laut Brügge wieder für den Sport zur Verfügung stehen.

Die derzeitige Ungewissheit macht Probleme bei beiden Unterkünften. Für Betreuung und Versorgung der Flüchtlinge werden unter anderem Menschen mit Zeitverträgen beschäftigt. Sie wollen natürlich wissen, woran sie sind", so Brügge. "Für die Unterkunft ist eine umfassende Organisation erforderlich", betont auch Ropertz.

Quelle: NGZ
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