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Grevenbroich
Brandschutzhelfer für Seniorenheim

Grevenbroich: Brandschutzhelfer für Seniorenheim
Ein FSJler hatte im September 2015 am Seniorenhaus Lindenhof den Brand gelegt und die Tat später auch gestanden. FOTO: Dieter Staniek
Grevenbroich. Gemütlich schlafen, genüsslich träumen - und dann bricht ein Brand aus. Das ist wohl jedermanns Alptraum. Eine besondere Herausforderung ist die Situation, wenn nicht mehr ganz junge und weniger mobile Menschen von einem Feuer ereilt werden. Wie etwa die Bewohner eines Seniorenstiftes. Von Valeska von Dolega

"Auf jede Situation, sei sie noch so unwahrscheinlich und unvorhersehbar, wollen wir als gut organisierte Pflegeeinrichtung bestmöglich vorbereitet sein", sagt Harald Jung. In der Alloheim-Gruppe, zu der das Seniorenzentrum Bernardus zählt, ist er Brandschutzbeauftragter und bildet jetzt die Mitarbeiter der Einrichtung zu Brandschutz- und Evakuierungshelfern aus. "Im Fokus unserer Aktivitäten steht die Realitätsnähe", unter anderem soll eine Rettungsaktion geübt werden, bei der eine in einem Bewohnerzimmer liegende Person sowohl mit als auch ohne Unterstützung eines Evakuierungstuches in den nächsten Brandabschnitt gezogen wird.

Derlei Realitätsnahes ist Bernardus-Chef Carsten Körner wichtig, denn "so lassen sich im Krisenfall auftretende Hektik und Aufregung deutlich minimieren". Der Alarmtag übrigens ist ein Pilot. Nach der Durchführung am kommenden Mittwoch an der Mathias-Esser-Straße soll das Konzept in allen Häusern bundesweit trainiert werden.

Mit diesen vorbereitenden Maßnahmen ist das Bernardus nicht allein. "Schulungen in Sachen Brandschutz und verhalten im Notfall sind Pflicht" in den beiden Seniorenhäuser des Rhein-Kreises Neuss in Grevenbroich sowie Korschenbroich. Letztlich haben diese regelmäßigen Schulungen dafür gesorgt, dass bei dem Feuer im September 2015, bei dem 82 Senioren evakuiert werden mussten, nicht Schlimmeres passiert ist, wie sich Einrichtungsleiterin Barbara Kremers-Gerads erinnert. Einen der vier Termine muss jeder Mitarbeiter im Jahr wahrnehmen, um sein Notfallwissen auffrischen zu lassen. Ein Brandschutzbeauftragter checkt monatlich, ob alle Utensilien an ihrem Platz und einsatzfähig sind, Führungskräfte werden in Extra-Kursen fit für SOS-Einsätze gemacht. "Das System hat sich bewährt", bilanziert Barbara Kremers-Gerads.

Quelle: NGZ
 
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