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Grevenbroich
Brieftaubenzüchter zeichnen ihre erfolgreichen Mitglieder aus

Grevenbroich. Zur Siegerehrung lud am Wochenende die Reisevereinigung der Grevenbroicher Brieftaubenzüchter ins Haus Neurath ein. Seit knapp 30 Jahren treffen sich die Mitglieder zur jährlichen Siegerehrung und Taubenausstellung. Im Mittelpunkt stehen dabei die erfolgreichsten Züchter sowie langjährige Mitglieder des Vereins.

"6200 Kilometer fliegen die Tauben im Durchschnitt pro Jahr. Ein Züchter hat zwischen 80 und 200 Tiere im Taubenschlag", erklärt Geschäftsführer Heinz Wirtz. Der 77-Jährige hat zwar selbst keine eigenen Tiere mehr, leitet aber voller Engagement die Geschäfte des Vereins. Mit einem Spezialtransporter werden die Tiere zu den Abflugorten nach Belgien und Frankreich gefahren. Von dort aus starten sie ihre Reise in die Heimat. Natürlich unter strengen Auflagen. "Wir halten uns an die Tierschutzvorschriften. Die Boxen werden nicht überfüllt und es gibt ausreichend Futter und Wasser für die Tiere", versichert Wirtz.

Der erfolgreichste Grevenbroicher Züchter heißt in diesem Jahr Manfred Fossen. Mit fünf Tauben holte der Züchter mit seinem Schlag an der Dechant-Schütz-Straße 52 von 60 möglichen Preisen.

Beeinflussen kann der Züchter den Erfolg seiner Tiere nach dem Abflug zwar nur wenig, dennoch gibt es auch unter Brieftaubenzüchtern Tipps und Tricks. Sogar Dopingkontrollen gab es in Grevenbroich schon. "Diese werden aber selbstverständlich nur in begründeten Verdachtsfällen durchgeführt", sagt Wirtz. Rund 40 Tauben schickt ein Züchter pro Jahr auf die Reise. Diese werden vorher angemeldet. Alle schaffen es allerdings nicht immer zurück in die Heimat. "Manche Tauben werden Opfer von Raubvögeln. Andere lassen sich woanders nieder", sagt Wirtz. Bestes Beispiel: Im vergangenen Jahr hatte der diesjährige Sieger Manfred Fossen ziemliches Pech. "Eine Taube wurde kurz vor dem Ziel am Kraftwerk Frimmersdorf tot aufgefunden. Ein Raubvogel hatte das Tier erwischt", erzählt Wirtz.

Auch 2017 wollen die Grevenbroicher Brieftaubenzüchter wieder mit einigen Tieren an den Start gehen. Dennoch fehlt den Züchtern der Nachwuchs. "Natürlich sind neue Mitglieder und neue Brieftaubenfreunde immer herzlich willkommen", sagt Heinz Wirtz.

(draxl)
 
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