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Grevenbroich
Brunnenanlage in Kapellen könnte doch erhalten bleiben

Grevenbroich. Der Heimatverein könnte die Pflege übernehmen.

In seiner jüngsten Sitzung beschäftigte sich der Landschaftspflege- und Umweltausschuss mit dem Schicksaal der Brunnenanlage auf dem Eichendorffplatz in Kapellen. Das schien bereits besiegelt. Im Juni hatte die SPD in einem Antrag angeregt, dass die Wirtschaftsbetriebe Grevenbroich (WGV) die regelmäßige Pflege der Brunnenanlage übernehmen sollen. "Mittelfristig sollte ein Rückbau der Anlage erfolgen", hieß es dort weiter. Als Begründung führt die SPD-Fraktion an, dass sich beim Erstellen der Anlage Ende der 80er Jahre einige Anwohner bereiterklärt hätten, die Pflege zu übernehmen. Inzwischen sei der Brunnen bereits einige Jahre außer Funktion und in einem ungepflegten Zustand. Die Anwohner seien aus Altersgründen nicht mehr in der Lage zur Pflege. Neue Bürger hätten sich für diese Aufgabe nicht gefunden.

Die Verwaltung führte in der Vorlage für die Sitzung zusätzlich aus, dass es zahlreiche Defizite durch Wurzelwuchs im Bereich der Pflasterung gebe. Die Beschlussempfehlung lautete daher, die Verwaltung solle beauftragt werden, die Demontage der Brunnenanlage durch die WGV kurzfristig zu veranlassen.

Bei der Beratung stellte sich dann aber heraus, dass es möglicherweise doch Interessenten gibt, die die Pflege der Brunnenanlage übernehmen könnten. Daher regte Marie-Jeanne Zander die Vertagung des Beschlusses an. In der Tat könnte sich Heinz Breuer, Vorsitzender des Heimatvereins Kapellener Jonge vorstellen, dass sein Verein die Pflege der Brunnenanlage übernimmt. "Das Projekt Kirchturmbeleuchtung ist fast abgeschlossen, dann haben wir wieder Kapazitäten frei", erklärt er. Er gehe davon aus, dass die anderen Vereinmitglieder in diesem Punkt mitziehen, so Breuer. "Das ist ein schöner Blickpunkt, den sollte man erhalten", findet er.

(arr)
 
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