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Grevenbroich
Bürger werden am Leitbild für "Grevenbroich 2030" beteiligt

Grevenbroich. Die KoPart NRW, das Tochterunternehmen des Städte- und Gemeindebundes, wird mit der Stadt das Zukunftsprogramm "Grevenbroich 2030" entwickeln. Dafür haben sich die Mitglieder des Haupt-, Finanz- und Demografieausschusses schon im Juni ausgesprochen. Von Wiljo Piel

Doch bis dass die Leitbild-Diskussion in Gang kommt, wird es noch einige Zeit dauern. "Erste Vorgespräche zwischen Stadt und KoPart sind für den Herbst ins Auge gefasst worden", sagt Rathaus-Sprecherin Ines Hammelstein, ohne sich aber auf einen Termin festlegen zu wollen. Auch für die Auftaktveranstaltung gibt es noch keinen konkreten Zeitpunkt - sie soll den offiziellen Start in den Leitbild-Prozess markieren. Erst danach würden Einzelheiten festgelegt - also Inhalte, Themenfelder und die Vorgehensweise. Ob das noch innerhalb dieses Jahres passieren wird, ist fraglich.

Ziel dieser von der FDP in Gang gebrachten Aktion ist es, die Stadt mit einem umfassenden Konzept fit für die Zukunft zu machen. "Wie stellt sich die Kommune in den nächsten zehn bis 15 Jahren auf, welche Chancen hat sie und wie muss sie sich für ihre Bürger und die Wirtschaft aufstellen? Das sind nur einige von vielen Fragen, die im Rahmen des Leitbild-Prozesses beantwortet werden", sagt Michael Lange, Geschäftsführer der Kommunalagentur NRW, die Dienstleistungsunternehmen der KoPart ist.

In einem ersten Schritt sollen Stärken und Schwächen der Stadt herausgearbeitet, Handlungsfelder identifiziert und grobe Zukunftsvorstellungen skizziert werden, danach ist eine Bürgerbeteiligung geplant. "Sie ist wichtig", sagt Lange. "Es soll nichts von außen bestimmt werden." Politik, Verwaltung und Bürger müssten an einem Strang ziehen und gemeinsam an der Zukunft ihrer Stadt arbeiten.

In welcher Form das geschehen soll, steht noch nicht fest. Bürgermeister Klaus Krützen denkt etwa an gemeinsame Workshops, auch per Online-Beteiligung könnten interessierte Grevenbroicher sowohl Entwicklungsziele als auch Themenschwerpunkte für ein Leitbild erarbeiten. "Aus den Ergebnissen werden anschließend strategische Ziele formuliert, aus denen sich unser Zukunftsprogramm entwickelt", so Krützen. Wann das stehen soll, ist unklar. Einen Zeitrahmen gibt es noch nicht.

Schon seit Jahren sei die Kommunalagentur als Organisationsberater für viele Städte und Gemeinden in NRW tätig, sagt Michael Lange. Ein festes Konzept, das einer Kommune übergestülpt werden könne, gebe es aber nicht. Im Gegenteil: "Die Gestaltung kommt von denen, die in einer Stadt leben, jedes Konzept ist anders", sagt Lange, der sich von der künftigen Diskussion eine "facettenreiche Ideenlandschaft" verspricht. Am Schluss müsse ein Ergebnis stehen, mit dem sich möglichst alle identifizieren können.

Der Stadtrat hat 33.000 Euro für das Leitbild genehmigt, mehr darf es nicht kosten. Kritisiert wird es von den Grünen, die es als "überflüssigen Luxus" bezeichnen.

Quelle: NGZ
 
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