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Grevenbroich
Bürgermeister diskutiert mit Facebook-Gruppe über City

Grevenbroich: Bürgermeister diskutiert mit Facebook-Gruppe über City
FOTO: Berns, Lothar (lber)
Grevenbroich. Klaus Krützen lud spontan zur Bürgersprechstunde ein. Von Susanne Niemöhlmann

Ihnen allen liegt die Stadt Grevenbroich am Herzen. Und entsprechend freundlich und konstruktiv verlief auch die Diskussion, zu der Bürgermeister Klaus Krützen sehr kurzfristig über das soziale Netzwerk "Facebook" ins Rathaus gebeten hatte - und zwar von heute auf morgen.

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"Nach einem weiteren Post über die Leerstände in der Innenstadt in der Facebook-Gruppe ,Du bist Grevenbroicher, wenn...' habe ich gegen 22 Uhr für den Folgetag eingeladen", berichtete der Erste Bürger der Stadt. Schließlich sei er angetreten, um möglichst viele Menschen mitzunehmen. Und immerhin zehn Frauen und Männer kamen, um im Rathaus mit Krützen über die Stadtentwicklung zu diskutieren.

Er wolle wissen, was die Bürger denken, machte Krützen eingangs deutlich. Das ließen sich die Gäste nicht zweimal sagen. So zeigte sich Karl-Heinz Pesch (67) mit dem gastronomischen Angebot in der Innenstadt unzufrieden, begrüßte die Idee eines Marktcafés und verwies in diesem Zusammenhang auf die Entwicklung in der Nachbarstadt Neuss. "Wichtig ist, dass etwas angestoßen wird", bekräftigte Klaus Krützen, der die Diskussion nicht auf ein Café reduzieren wollte. "Wenn wir die Aufenthaltsqualität in der Stadt erhöhen wollen, wäre ein Weg, den Markt attraktiver zu gestalten", führte er aus.

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Daniela Santalucia (29) regte an, mehr freie Internet-Zugänge in der Fußgängerzone einzurichten - und das dann auch bekannt zu machen. Das fehlende Freizeitangebot in Grevenbroich kritisierte Frank Brocker: "Das Schlossbad war das Letzte, was man uns genommen hat", beklagte der 46-Jährige und erinnerte an die 1980er Jahre, als der Dorfplatz im Montanushof noch ein beliebter Treffpunkt der Jugend gewesen sei. Ein Konzept müsse her, meinte Karl-Heinz Pesch.

Klaus Krützen wiederum warb um Verständnis dafür, dass die Stadtverwaltung relativ wenig Spielraum habe, wenn es um Branchenmix und Leerstände in der City gehe. "Unsere Wirtschaftsförderung kann zwar den Kontakt zwischen Interessenten und Vermietern herstellen, aber der Abschluss ist Sache der jeweiligen Vertragsparteien." Was er aber tun könne: alle Beteiligten an einen Tisch holen - Politik und Verwaltung, Werbering und Vermieter.

Quelle: NGZ
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