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Grevenbroich
Bürgermeister für "Zukunftsstadt"

Grevenbroich: Bürgermeister für "Zukunftsstadt"
Wo heute gebaggert wird, soll morgen eine Stadt entstehen. FOTO: Laaser
Grevenbroich. Klaus Krützen und sein Kollege Sascha Solbach unterstützen die SPD-Vision. Von Wiljo Piel

Klaus Krützen und sein Bedburger Amtskollege Sascha Solbach stehen zur Vision der Landes-SPD von einer "Zukunftsstadt im Braunkohlerevier". In einer gestern veröffentlichten gemeinsamen Erklärung machen sich die Bürgermeister stark für ein solches Projekt.

"Wir sprechen seit langem vom Strukturwandel, nur haben wir bislang keine Vorstellung davon, wohin wir uns wandeln wollen", heißt es in dem Statement: "Die Diskussionen bleiben bislang meist in der theoretischen Willensbekundung stecken, dass etwas anders werden muss."

Die Idee einer neuen Stadt sei dagegen sehr konkret, meinen die SPD-Bürgermeister. Ihnen schwebt eine Stadt vor, die als "Smart City" mit einem modernen Mobilitätskonzept von sich reden machen könnte, verbunden mit neuesten Modellen von Leben und Arbeiten. Das sei ein Ziel, "das den Menschen endlich eine neue Perspektive bietet". Ziehe diese Stadt - zum Beispiel mit höchsten Klimaschutz-Standards - die politische Aufmerksamkeit in Europa auf sich, werde sie auch wirtschaftlich profitieren.

"Für eine Zukunftsstadt werden neue Flächen in der Lage zwischen Köln und Düsseldorf, die alten Kraftwerksstandorte und ehemalige Tagebaugebiete benötigt. Der Platz, die Menschen und das Wissen sind bereits vor Ort", heißt es in der Erklärung der beiden Verwaltungschefs. Beide seien froh darüber, dass das Rheinische Revier nun mit der Idee von einer neuen Stadt im Fokus von Landesregierung, Politik und Wirtschaft stehe. "Wir stehen für die weitere Diskussion und Planung gerne bereit", bieten Klaus Krützen und Sascha Solbach an.

Unabhängig von dieser Erklärung arbeiten die beiden Bürgermeister gemeinsam an weiteren Strukturwandel-Projekten. Zusammen mit den Verwaltungschefs der Städte Bergheim und Elsdorf sowie der Gemeinden Rommerskirchen und Jüchen haben sie einen informellen Planungsverbund gebildet, der über Kreis- und Bezirksregierungsgrenzen hinaus an der Zukunft für die Zeit nach der Braunkohle arbeitet. "Unsere Themen sind die Entwicklung von Siedlungsflächen, Gewerbe- und Industriegebieten, es geht aber auch um infrastrukturelle Dinge und die Frage, wie wir mit den künftig entstehenden Freiräumen in der Landschaft umgehen werden", sagt Krützen.

Im Dezember werden sich die Bürgermeister treffen und entscheiden, ob sie künftig unter einem gemeinsamen Namen und einem einheitlichen Logo auftreten sollen. Konkrete Inhalte sollen im Januar bekanntgegeben werden.

Quelle: NGZ
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