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Grevenbroich
Bürgermeister verteidigt "Playa"

Grevenbroich. Krützen: Großveranstaltung stand vor immer neuen Herausforderungen.

Die von der Ratsfrau Martina Suermann ("Mein Grevenbroich") geübte Kritik an der Organisation des Sommer-Spaßes "Playa Grevenbroich" wies Bürgermeister Klaus Krützen gestern zurück. Der "Strand" vor dem Alten Rathaus sei nicht alleine vom Veranstalter Marc Pesch, sondern in Zusammenarbeit mit der Stadt geplant worden. "Unser gemeinsames Ziel ist es, den Grevenbroichern und ihren Gästen ein unvergessliches Sommer-Event zu bescheren", betonte Krützen.

Die Kritik an Marc Pesch - laut Krützen "ein versierter und erfahrener Veranstalter" - könne er nicht nachvollziehen. "Bei der Organisation einer solchen Großveranstaltung, die es in dieser Art auf dem Marktplatz in Grevenbroich noch nicht gegeben hat, ergeben sich immer wieder neue Herausforderungen", sagte der Verwaltungschef. Dabei gehe es jetzt nicht darum, Schuldige oder Verantwortliche zu suchen, sondern gemeinsame Lösungen zu finden, so der Bürgermeister. So hätten sich erst im Verlauf der konkreten Planungen "beispielsweise Terminüberschneidungen und bestimmte Genehmigungserfordernisse" herausgestellt.

"Das Wochenende im August ist extra deshalb ausgesucht worden, weil es das einzige in den Sommermonaten ist, an dem im Grevenbroicher Stadtgebiet kein Schützenfest stattfindet", unterstrich Klaus Krützen. "Die ,Playa' soll also gerade keine Konkurrenz zu den etablierten Brauchtumsveranstaltungen sein. Von daher kam kein anderes Wochenende in Frage."

Dass im geplanten Zeitraum auch die katholische Kirche den Marktplatz benötigt, werde von Seiten der Stadt - "und das nicht nur aufgrund der Vertragslage" - respektiert, betonte der Bürgermeister. "Schließlich haben wir dazu schon eine Lösung gefunden: Die ,Playa' geht einfach einen Tag weniger an den Start, das ändert nichts an der Attraktivität der Veranstaltung."

Auch Organisator Marc Pesch geht von einer erfolgreichen Veranstaltung aus. "Wir haben ein erstklassiges Programm bei freiem Eintritt, was es so in den vergangenen Jahren in Grevenbroich nicht gegeben hat. Von daher sollten wir uns alle auf dieses Wochenende freuen."

Weil das auf dem Markt geplante Schwimmbad vom Kreis nicht genehmigt und die Veranstaltung wegen der Einführung des neuen Pfarrers Meik Peter Schirpenbach um einen Tag abgespeckt wurde, ging Martina Suermann mit dem Organisator hart ins Gericht. Marc Pesch wies gestern gegenüber unserer Redaktion darauf hin, dass er entgegen Suermanns Behauptungen mit der genehmigungsrechtlichen Seite der Veranstaltung nicht betraut gewesen sei - "das war Sache der Stadt". Den Schwarzen Peter wolle er der aber nicht zuschieben: "Von der Haltung des Kreises und dem Termin der Kirche sind wir beide überrascht worden." Über das soziale Netzwerk Facebook forderte Pesch die Fraktionschefin zu einer Entschuldigung auf. "Anderenfalls übergebe ich den Sachverhalt meinem Rechtsanwalt."

(wilp)
 
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