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Grevenbroich
Bus 891: Fahrer soll Mutter Ausstieg verwehrt haben

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Apps: So kommen Sie mit Bus und Bahn von A nach B FOTO: moovit
Grevenbroich. Nach Beschwerden stehengelassener Fahrgäste und dem Rauswurf einer Mutter mit Kinderwagen aus der "891" geht der Ärger mit der Stadtbus-Linie offenbar weiter. Von Julia Hagenacker

Im sozialen Netzwerk Facebook jedenfalls berichtet eine junge Frau als Augen- und Ohrenzeugin von einem weiteren Vorfall aus der Kategorie "Du darfst hier nicht rein". Wieder geht es um einen Kinderwagen. Wieder werden Passagiere einfach stehengelassen. Der Eintrag hat innerhalb kürzester Zeit für zahlreiche empörte Kommentare gesorgt. Auch weitere Zeugen haben sich gemeldet.

Am Montagmorgen, so berichtet es Lara Hübinger unserer Redaktion, sei sie mit der 891 in die Stadt gefahren. "In der Südstadt wollten eine Frau und ihr Mann mit einem Kinderwagen einsteigen. Der Busfahrer hat die hintere Tür nicht aufgemacht und zunächst alle Fahrgäste vorne einsteigen lassen. Die Frau hat daraufhin ebenfalls den vorderen Einsteig genutzt und den Busfahrer gefragt, ob er die hintere Tür nicht aufmachen kann, weil dort ja noch ihr Mann mit dem Kind einsteigen müsse."

Der Busfahrer, so schildert die junge Frau die Situation weiter, sei daraufhin direkt laut geworden und habe geschrien, dass es keinen Platz mehr für einen Kinderwagen gebe. Alle Leute im Bus hätten daraufhin nach vorne gerufen, dass sehr wohl noch Platz sei. Selbst einigermaßen viele Sitzplätze seien noch frei gewesen, sagt Lara Hübinger. "Daraufhin hat der Busfahrer eine ältere Dame angeschnauzt: Sie solle doch ihre Klappe halten und aussteigen, wenn sie ein Problem habe. Wir waren alle fassungslos", sagt die Augenzeugin. Dann habe der Fahrer die vordere Tür geschlossen und sei losgefahren. "Die Frau wollte er nicht mehr rauslassen und ihr Mann mit Kinderwagen blieben draußen. Die Frau war den Tränen nahe."

Lara Hübinger will sich jetzt offiziell beschweren. "So was geht einfach nicht, da muss endlich etwas passieren", sagt sie. Beim zuständigen Verkehrsunternehmen, der Busverkehr Rheinland GmbH (BVR), war bis zum gestrigen Abend keine Stellungnahme zu bekommen. Eine im April von der BVR in Auftrag gegebene Fahrgastzählung hatte ergeben, dass die Stadtbuslinie nicht über Gebühr stark frequentiert wird. Der Fall der Ende März auf halber Strecke aus dem Bus verwiesenen Mutter Anne Steffen sei ein Einzelfall gewesen, hieß es. Der Busfahrer habe sich falsch verhalten, man wolle sich bei der Frau entschuldigen. Von der BVR hat Anne Steffen bis heute allerdings noch nichts gehört.

Quelle: NGZ
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