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Grevenbroich
CDU-Chef appelliert: Näher am Bürger arbeiten

Grevenbroich: CDU-Chef appelliert: Näher am Bürger arbeiten
Eine bessere Außendarstellung der CDU hält Norbert Gand (r.) für nötig, hier mit Landrat Hans-Jürgen Petrauschke (l.) und dem Hausherrn Pater Prior Bruno Robeck. FOTO: Jazyk, Hans
Grevenbroich. "Tue Gutes und rede darüber." Diesen Appell richtete Norbert Gand beim alljährlichen CDU-Treff zur Fastenzeit an die eigene Mannschaft. Von Wiljo Piel

Im Kloster Langwaden kritisierte der Fraktions- und Parteivorsitzende vor allem die Außendarstellung der Grevenbroicher Union. "Damit können wir nicht zufrieden sein", meinte er. Die Christdemokraten würden aus seiner Sicht zwar eine erfolgreiche Arbeit für die Stadt leisten – doch diese würde den Bürgern nicht ausreichend näher gebracht.

Gand hatte bei seinem Appell vor allem den Stadtrat mit sieben Fraktionen im Blick. "Die Bürger wollen, dass wir zu ihrem Wohle eine sinnvolle Zusammenarbeit praktizieren", betonte der CDU-Chef. Doch bei der Vielzahl von Parteien sei der Rat kaum in der Lage, eine einheitliche Politik zu machen. "Diese Situation kann sich die Stadt nicht noch eine weitere Wahlperiode lang leisten", unterstrich Gand. Er rief die Unions-Mitglieder dazu auf, von nun an möglichst nah am Bürger zu arbeiten: "Sonst graben uns die kleinen Parteien das Wasser ab, indem sie Klientelpolitik machen."

Dem stimmte Bürgermeisterin Ursula Kwasny zu: "Wir sind die stärkste Fraktion im Rat, wir können gemeinsam vieles schaffen", meinte sie. Um stärker zu werden, müsse die Union ihre Erfolge aber nach Außen aktiv kommunizieren. Kritik übte die Verwaltungschefin vor allem in Richtung UWG, die sie als "populistische Wiederkäuer" bezeichnete: "Die Fraktion schreibt offene Briefe zum geplanten medizinischen Zentrum an der Bahnstraße ohne den Verstand einzuschalten", meinte Kwasny.

Auch Landrat Hans-Jürgen Petrauschke riet den Unionsmitgliedern mehr an ihrer Außendarstellung zu arbeiten. Mit Gand und Kwasny stehe nach seiner Meinung ein "Dream-Team" an der Spitze – doch: "Das braucht aber auch die Fraktion und die Partei im Rücken – alleine schaffen es die beiden nicht." Ausdrücklich begrüßte Petrauschke die von der CDU vorgeschlagene Übertragung des städtischen Ausländeramtes an den Rhein-Kreis: "Damit spart die Stadt jährlich 100 000 Euro."

Beim Fasten-Treff wurden Brezeln und Bier gereicht. Für klassische Töne sorgten die jungen Musikerinnen Sakura Kamiya und Lara Jacobi vom Erasmus-Gymnasium.

Quelle: NGZ
 
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