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Grevenbroich
CDU hofft vergeblich auf Dormagener Unterstützung

Grevenbroich. Der CDU-Stadtverband wird Mitte des nächsten Monats seine Landtagskandidatin für den Wahlkreis 45 vorschlagen. Für Grevenbroich soll die Ratsfrau Heike Troles ins Rennen geschickt werden. Den offiziellen Nominierungs-Termin will Parteichef Wolfgang Kaiser erst nach dem 9. März festlegen - sobald feststeht, wen die Dormagener CDU ins Rennen schicken wird. Dort gibt es mit Tanja Engwicht und André Heryschek gleich zwei Interessenten für eine Kandidatur.

Ursprünglich war Wolfgang Kaiser davon ausgegangen, dass die Dormagener Union einen Landtagskandidaten aus Grevenbroich unterstützen werde. "Diesbezüglich gab es Vereinbarungen, die in den vergangenen Jahren getroffen worden sind", sagt der Neukirchener. Doch bei einem Gespräch mit den CDU-Verantwortlichen aus der Nachbarkommune habe er feststellen müssen, dass die Parteifreunde aus der Chemiestadt dazu nicht bereit sind. "Ich sehe das so: In Dormagen ist ein Wort offensichtlich kein Wort", sagt er enttäuscht. Kaiser erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass die Grevenbroicher Union schon nach der Amtszeit des Dormagener Landtagsabgeordneten Karl Kress an der Reihe hätte gewesen sein müssen. Sie habe damals jedoch zugunsten des Dormageners Wiljo Wimmer verzichtet. "Die neuen Kollegen aus der Nachbarstadt sehen sich an diese Absprachen jedoch nicht gebunden", sagt Kaiser: "Ich jedenfalls werde mit ihnen keine Vereinbarungen mehr treffen."

Noch unklar ist, ob im Wahlkreis 45 zwei oder drei Kandidaten für die CDU antreten werden. Wolfgang Kaiser hat zwischenzeitlich auch mit dem Rommerskircher Partei- und Fraktionsvorsitzenden Michael Willmann gesprochen, der schon vor einem Jahr sein Interesse an einer Kandidatur angemeldet hatte. "Er hat sich aber noch nicht festgelegt", sagt er. Die offizielle Kür von Heike Troles soll im April erfolgen.

(wilp)
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