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Grevenbroich
CDU: Spielmobil-Team soll künftig sieben Monate lang im Einsatz sein

Grevenbroich. Wenn es nach der CDU geht, sollte das Spielmobil der Stadt mehr als bisher eingesetzt werden. Nicht nur während der Sommerferien, sondern von April bis Ende Oktober auf allen Spielplätzen im Stadtgebiet. "Das wäre ein tolles Angebot für Familien mit Kindern", sagt die Ratsfrau Heike Troles. Sie hat gestern Abend in der Ratssitzung eine schriftliche Anfrage nach der Auslastung des Mobils gestellt. Troles will wissen, ob es machbar ist, das Angebot zu erweitern, wenn möglich durch den Einsatz eines zweiten Busses.

Jahrelang wurde das gelbe Spielmobil der Stadt kaum eingesetzt, seit 2012 fährt es regelmäßig in den Ferien wieder einige Spielplätze an. Möglich machte dies eine Kooperation mit dem Verein "B!fair", der die Termine mit Honorarkräften besetzt. Für die Finanzierung von Personal und Spielgeräten werden Einnahmen aus der Vermietung des Busses verrechnet. Das Fahrzeug kann unter anderem für Schul-, Dorf- und Straßenfeste geordert werden. Im Schnitt nimmt die Stadt dadurch 3000 Euro im Jahr ein.

"Das Spielmobil ermöglicht Kindern im Alter von drei bis 14 Jahren vielfältige Aktivitäten an der frischen Luft. Es sollte regelmäßiger und länger auf Tour sein", sagt Heike Troles. Ihrer Meinung nach gehe die Arbeit des Bus-Teams weit über das reine Spiel hinaus: "Oft gelingt es, wichtige Beziehungsarbeit zu leisten, Konflikte unter den Kindern zu lösen und Vertrauen zu schaffen." Gerade mit Blick auf die wachsende Zahl von Flüchtlingskindern steige auch der Bedarf an solchen Angeboten. "Vor diesem Hintergrund muss die Frage gestellt werden, ob es sinnvoll ist, einen zweiten Bus einzusetzen", so Troles.

Das soll nun im Rathaus geklärt werden. Die CDU will von der Stadtverwaltung wissen, wie das Spielmobil zurzeit ausgelastet ist und ob es Möglichkeiten gibt, die Integration von Flüchtlingen zu unterstützen. Zudem soll die Frage beantwortet werden, ob das Personal ausreicht, um einen möglicherweise höheren Bedarf zu decken. Nicht zuletzt müsse auch darüber nachgedacht werden, die Ausrüstung des Busses zu verbessern, sagt Heike Troles: "Fußballtore, Bälle und Stelzen wären prima."

Obwohl die Stadt ein Sanierungskonzept fährt, sei das Geld für zusätzliche Spielbus-Einsätze gut angelegt, meint die CDU-Frau: "Damit kann auch wertvolle Präventivarbeit für Kinder geleistet werden."

(wilp)
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