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Grevenbroich
CDU: Stadt kann sich das Verkehrsgutachten sparen

Grevenbroich. Die Orts-CDU lehnt ein 70.000 Euro teures Verkehrsgutachten für Wevelinghoven ab. "Wenn man die Menschen hier ernst nimmt, bedarf es keines Gutachtens", sagt Vorsitzender Uwe Holl. Die Probleme seien bekannt und mehrfach artikuliert worden.

Ein Großteil der Verkehrsbelastungen würde durch den starken Durchgangsverkehr entstehen, der sich täglich zwischen der Talstraße in Kapellen und der Grevenbroicher Straße in Wevelinghoven bewege, sagt Holl. Sein Vorschlag: "Die Verwaltung sollte einmal über eine einfache Verkehrszählung während der Stoßzeiten nachdenken. Dafür würden sich sicher viele Freiwillige in Kapellen und Wevelinghoven finden." Nach Meinung der CDU könne nur der Lückenschluss der Landstraße 361n eine Entlastung der beiden Orte bringen. "Der Bürgermeister sollte endlich den Kontakt zu seinen Parteikollegen in der Landesregierung aufnehmen und die Dringlichkeit vortragen", so Holl.

Das Ausweisen von Einbahnstraßen und das Streichen von Parkplätzen würden die Ursachen nicht beseitigen, meint der Vorsitzende der Orts-CDU. Verkehrsbetriebe und Busunternehmen hätten bereits ihre Bedenken zu solchen Aktionen geäußert, sagt Uwe Holl. Er erinnert daran, dass bereits vor Jahren Rahmen- und Entwicklungspläne für Wevelinghoven erarbeitet worden seien, auch mit Blick auf die Verkehrssituation. "In den Plänen, von denen nichts umgesetzt wurde, ist stets der Lückenschluss der Landstraße 361n favorisiert worden". Nachdem die Straße von der rot-grünen Landesregierung auf Eis gelegt wurde, hätten die Wevelinghovener und Kapellener das Nachsehen - "sie sind die Leidtragenden dieser Entscheidung".

(wilp)
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