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Grevenbroich
CDU will die Kosten bei Bauprojekten "deckeln"

Grevenbroich. Die CDU-Fraktion fordert, bei Bauvorhaben der Stadt schon frühzeitig detaillierte Kostenberechnungen zu erstellen und Obergrenzen festzulegen. Die "Deckelung der Kosten bei Bauprojekten" sei bereits vor einem Jahr im Hauptausschuss "einstimmig beschlossen worden, wurde aber nicht umgesetzt", erklärt Fraktionsvorsitzender Wolfgang Kaiser. "Wenn der Politik Projekte zur Entscheidung vorgelegt werden, dann müssen die Kosten so genau berechnet sein, dass wir nicht im Nachhinein eine böse Überraschung in Form von deutlichen Kostensteigerungen erleben", so Kaiser. "Wir brauchen verlässliche Zahlen"

Ein aktuelles Bauprojekt, zu dem die CDU Fragen hat: "Wir haben gehört, dass die Flüchtlingsunterkunft an der Gilbachstraße teurer wird als vorgesehen; von drei statt zwei Millionen Euro ist die Rede", berichtet der Fraktionschef. "Wenn dem so ist, fragen wir, wo die Gründe liegen und warum die Politik darüber bislang nicht informiert wurde", so Wolfgang Kaiser.

Klar ist, dass sich die Fertigstellung der Wohncontainer-Anlage bis zum Frühjahr verzögert - Grund ist laut Stadtverwaltung die allgemein hohe Nachfrage nach Containern.

Die CDU hat aber nicht nur dieses Vorhaben im Blick: Die Fraktion beantragt, "dass bei allen künftigen Bauprojekten die Kosten für berechnete Obergrenzen eingehalten werden". Die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure sieht laut Kaiser als Leistungen frühzeitige Kostenschätzungen und später detaillierte -berechnungen vor. "Das gilt auch für den öffentlichen Bereich." Entsprechend sollen für Baumaßnahmen der Stadt bereits Kostenschätzungen so genau sein, dass sich später Abweichungen von höchstens zehn Prozent ergeben.

Die Christdemokraten fordern zudem die "umgehende Umsetzung" und einen Bericht bereits in der ersten Ratssitzung im Jahr 2016.

(cso-)
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