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Grevenbroich
CDU will Unfallkreuzung entschärfen

Grevenbroich: CDU will Unfallkreuzung entschärfen
Immer wieder ereignen sich auf der Kreuzung Unfälle. Vor einem Monat hatte ein Sattelzug dabei rund 600 Liter Diesel verloren, es gab ABC-Alarm. FOTO: Dieter Staniek
Grevenbroich. Die Union drängt auf eine Lösung für die unfallträchtige Kreuzung der L 361/Auf den Hundert Morgen. Im März hatte sie beantragt, dass die Verwaltung Gespräche für einen Kreisel führt. Die Antwort aus dem Rathaus reicht ihr nicht aus. Von Carsten Sommerfeld

Die Christdemokraten lassen nicht locker: Sie wollen eine bauliche Lösung für die vielbefahrene Kreuzung auf dem Autobahnzubringer Kapellen. Die Fraktion hat die Stadt aufgefordert, kurzfristig mit den zuständigen Behörden Gespräche über den Umbau aufzunehmen. Ähnliches hatte die CDU schon im März beantragt. "Leider ist die Verwaltung diesem Ansinnen nicht nachgekommen", sagt Fraktionschef Wolfgang Kaiser. Verärgert ist auch CDU-Ratsherr Ralf Cremers aus Kapellen. "Es geht nicht an, dass wir einen Antrag stellen, und dann erhalten wir eine beliebige Antwort, die mit unserem Antrag nichts zu tun hat", empört sich der Kapellener.

Cremers hatte sich Anfang 2017 für den Umbau der Ampelkreuzung zum Kreisverkehr stark gemacht. Im Kreuzungsbereich komme es immer wieder zu Unfällen, zudem staue sich der morgendliche Berufsverkehr An den hundert Morgen. Die CDU beantragte im Rat, dass die Verwaltung mit dem Straßenbaulastträger Gespräche für den Bau eines Kreisverkehrs führt und dann eine Machbarkeitsstudie vorlegt.

Im September antwortete die Verwaltung im Bauausschuss. Beigeordneter Florian Herpel erklärte, dass sie eine Verkehrsuntersuchung für die Ampel dort in Auftrag gegeben und dann den Landesbetrieb Straßen.NRW aufgefordert habe, wegen Leistungsdefiziten Änderungen vorzunehmen. Die Staus führte die Verwaltung auf die damalige Vollsperrung der Talstraße im Bereich der A 46-Unterführung zurück, dort wurde eine Lärmschutzwand errichtet. Ein halbes Jahr nach Abschluss der Arbeiten werde die Verwaltung berichten, ob es weiter Staus gehe und ob ein Kreisel geeignet sei, um Abhilfe zu schaffen. Der Bauausschuss nahm die Antwort zur Kenntnis - nach Hinweis der CDU, dass der Bericht ohne weitere Aufforderung erstattet werden solle.

Bei einem Verkehrsunfall im Kreuzungsbereich vor rund drei Wochen wurde eine Frau schwer verletzt. FOTO: D. Staniek

Doch die Faktion sieht weiter Handlungsbedarf. Die Antwort aus dem Rathaus reicht Ralf Cremers, der dem Bauausschuss nicht angehört, keineswegs. "Es ging bei unserem Antrag nicht um die Ampel, sondern um einen Kreisverkehr, mit dem der Verkehr flüssiger gestaltet und die Unfallgefahr entschärft werden soll", betont Cremers. "Inzwischen hat es weitere schwere Unfälle gegeben." Ende November waren zwei Pkw auf der Kreuzung zusammengeprallt; eine Frau wurde schwer verletzt. Bei einem Zusammenstoß mit einem Kleintransporter Mitte November verlor ein Sattelzug 600 Liter Diesel; für die Feuerwehr wurde ABC-Alarm gegeben. 2015/16 hatten sich im Kreuzungsbereich fünf schwerere Unfälle ereignet, neun Menschen wurden leicht verletzt.

Den Umbau der Kreuzung hält die CDU auch wegen der anstehenden Erweiterung des Gewerbegebietes und des geplanten dritten Bauabschnitts im Neubaugebiet für nötig. "Wir sollten vorausschauend planen und nicht erst im Nachhinein reagieren", sagt Ralf Cremers. Die Verwaltung erklärte im Ausschuss, die Untersuchung durch ein Ingenieurbüro habe ergeben, "dass die Leistungsfähigkeit der Signalanlagen auch bei einer Ausweitung der Bauabschnitte gegeben ist".

Quelle: NGZ
 
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