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Grevenbroich
City-Lauf knackt erneut Teilnehmer-Rekord

Grevenbroich. Gestern Abend gingen mehr als 2200 Läufer an den Start und sprinteten bis zu zehn Kilometer durch das Grevenbroicher Zentrum. Von Christian Kandzorra

Ausnahmezustand in der Innenstadt: So viele Teilnehmer wie gestern Abend wurden noch nie beim Grevenbroicher City-Lauf registriert. Die Sportgemeinschaft Neukirchen-Hülchrath, die den Lauf im Vorfeld organisiert hatte, verzeichnete allein 2130 Voranmeldungen; bei der Veranstaltung selbst meldeten sich noch dutzende Menschen nach. "Das ist ein neuer Rekord. Im Vorjahr hatten wir 1600 Teilnehmer, 2015 waren es nur 1100", sagte Mitorganisator Willy Helfenstein, der gestern insgesamt elf Starts mit dem Fahrrad begleitete und für eine freie Bahn sorgte. Der Hintergrund der Veranstaltung: Die Sportgemeinschaft will ein Zeichen für den Sport setzen und Menschen aller Generationen dazu motivieren, sich zu bewegen. "Außerdem wollen wir Grevenbroich mit dem Event noch attraktiver machen", ergänzte Helfenstein.

Dass sich so viele auch spontan zu einer der neun Lauf-Kategorien nachmeldeten, ist wohl auch dem guten Wetter geschuldet: Die Hitze wurde von einem leichten Wind abgelöst. "Dabei sein ist für uns alles", sagte etwa Verena Schilk aus Grevenbroich. Sie ging mit ihrem Sohn Niclas (8) und ihrer Tochter Lisa (elf Monate) gleich zu Beginn beim Familienlauf an den Start und legte 800 Meter zurück. Damit stürzte sie sich mitten ins Getümmel an der Breite Straße, da, wo die grüne Startlinie markiert worden war. Das Besondere: Um schneller und vor allem etwas leichter vorwärts zu kommen, schob Verena Schilk ihre Tochter Lisa kurzerhand im Kinderwagen liegend durchs Ziel. "Wir machen einfach wegen des Spaßes mit. Das stärkt das Familiengefühl", erzählte die 33-Jährige, die sechs Minuten nachdem der Startschuss gefallen war, sichtlich aus der Puste über die Ziellinie rannte. Tatsächlich waren diesmal viele Teilnehmer dabei, die "im normalen Leben" nichts mit Laufen zu tun haben - so wie Ralf Hömberg, dessen Tochter Tessa (5) ihn überredet hatte, beim City-Lauf mitzumachen. "Ich finde die Veranstaltung gut gelungen. Sie ist auch gut organisiert. Jeder weiß sofort, wann er wo starten muss", sagte er nach dem Familienlauf. Chaos gab's lediglich im Zielbereich, wo viele auf ihre Angehörigen und auf die Urkunden warteten.

Die Veranstaltung zog gestern auch verstärkt Schüler in den Bann. So beteiligte sich das Pascal-Gymnasium etwa mit 85 Schülern der Jahrgangsstufen 5 bis 10. Sie alle waren gut motiviert, schließlich konnten sie durch ihre Teilnahme Geld für den guten Zweck sammeln, das laut Schulleiter Manfred Schauf der Kinderkrebsstation der Universitätsklinik Aachen zugute kommen soll. Angefeuert wurden alle Läufer - egal welchen Alters - von Trommlern der Gruppe "Sandaiko", die mit kräftigen Schlägen auf ihre Instrumente für Stimmung sorgten.

Überhaupt war der gesamte Lauf in ein buntes Rahmenprogramm eingebettet: So konnten sich erschöpfte Teilnehmer nach dem Lauf etwa am Start von Profis durchkneten lassen und entspannen. Außerdem machten etliche Sponsoren, die je einen der neun Läufe "betreuten" auf dem Marktplatz Station und warben für ihre Produkte. Während die Kleinen mit 700 Metern kürzere Distanzen zurücklegten, liefen die ganz hart gesottenen Über-16-Jährigen am späten Abend nach dem Zehn-Kilometer-Lauf über die Ziellinie.

Quelle: NGZ
 
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