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Grevenbroich
Conny Sturms Herz schlägt für Gindorf

Grevenbroich: Conny Sturms Herz schlägt für Gindorf
Konrad Sturm ist Gindorfer von ganzem Herzen. Das Areal um das historische Heiligenhäuschen an der Eschenstraße ist sein persönlicher Lieblingsplatz im Ort. Seit 1986 hält er es mit Kollegen aus der Bruderschaft in Schuss. FOTO: georg salzburg
Grevenbroich. Der gebürtige Gindorfer Konrad Sturm verrät seine Lieblingsplätze im Ort - und schwärmt vom Heiligenhäuschen. Auch der idyllische Bremerplatz am Bahnhof und die Traditions-Gaststätte "Reissdorf en d'r Post" prägen seinen Heimatort. Von Christian Kandzorra

Wenn Konrad Sturm seinen Personalausweis zückt, dann zeigt er stolz: Er ist geboren in Grevenbroich. Genauer gesagt im heutigen Grevenbroich, denn eigentlich ist er gebürtiger Gindorfer. Und vor der Neugliederung 1975 gehörte der kleine Ort zur Gemeinde Gustorf.

Seinem Geburtsort ist Konrad Sturm bis heute sehr verbunden. Kein Wunder - denn er ist eine der guten Seelen im Ort. Ein Kümmerer, engagiert in Vereinen und natürlich in der Schützenbruderschaft. Und zwar seit 59 Jahren. "Mir liegt das Dorf schon sehr am Herzen", sagt der 74-Jährige, der Gindorf mindestens genauso gut kennt wie seine Westentasche.

Beliebter Treffpunkt in Gindorf ist die Gaststätte "Reissdorf en d'r Post", die aktuell von Markus Preusse betrieben wird. FOTO: Georg Salzburg

Selbstverständlich hat er dort auch einige Lieblingsplätze. Was an oberster Stelle steht? "Das Heiligenhäuschen", sagt Konrad Sturm. Das steht direkt schräg gegenüber seines Wohnhauses und ist so etwas wie sein "Baby".

Im Jahre 1986 wurde es an diese Stelle "umgesiedelt" - und ist seitdem ein echter Hingucker im Gindorfer Ortskern. "Dieser Platz wird von vielen Bürgern gerne genutzt, auch an heißen Tagen", berichtet Konrad Sturm mit Blick auf die groß gewachsenen, schattenspendenden Bäume.

Idyllische Grünfläche, die auch an die alte Wassermühle erinnert: Der Bremerplatz lädt zum Entspannen ein. FOTO: Georg Salzburg

Als gläubiger Christ ist es für ihn Ehrensache, das Heiligenhäuschen gut in Schuss zu halten. Einst stand es im Weiler von St. Leonhard, der schon vor Jahrzehnten dem Braunkohlentagebau zum Opfer gefallen war. Zwischenzeitlich hatte Vandalismus der kleinen Kapelle zugesetzt, ehe sie an der Eschenstraße schließlich neu aufgebaut wurde.

Wer einen Blick hinein wirft, sieht neben einigen Gedenktafeln und einem kleinen Altar auch besondere Heiligenfiguren. "Zu sehen sind Maria mit dem Jesuskind, der heilige Leonhard als Fürsprecher der Gefangenen und der Schutzheilige Sebastian", erklärt Konrad Sturm.

Neben ihm fühlen sich weitere Mitglieder der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft für die Kapelle verantwortlich und haben in den vergangenen Jahren immer wieder viel Arbeit in den Erhalt des historischen Gotteshauses gesteckt.

Doch das Heiligenhäuschen ist natürlich nicht das einzige, das Gindorf ausmacht. "Es gibt auch noch zwei andere Plätze, die Gindorf erst zu Gindorf machen", sagt Konrad Sturm. Sehenswert sei darüber hinaus der sogenannte Bremerplatz gegenüber des Bahnhofs.

"Er ist nach dem ehemaligen Hauptlehrer Josef Bremer benannt und wird vom Gartenbauverein gepflegt", erzählt der 74-Jährige, der sich selbst als Vize der Gartenbauer an der Seite von Elisabeth Pfankuchen engagiert. Viele Gustorfer und Gindorfer nutzen das idyllische Wiesenplätzchen, das umgeben von alten Bäumen ist.

Die Heimatfreunde haben am Bremerplatz unter anderem auch der alten Wassermühle ein anschauliches Denkmal gesetzt: Holzstelzen mit Resten des Mauerwerks erinnern daran, dass die Mühle auf sumpfartigem Untergrund erbaut wurde.

Was in Gindorf ebenfalls nicht fehlen darf? "Das ist natürlich die Traditions-Gaststätte ,Reissdorf en d'r Post' an der Friedensstraße. Sie ist einer der wichtigsten Treffpunkte im Ort", betont Konrad Sturm, der dort selbst gerne einkehrt. Besonders gut gefalle ihm der sommerlich eingerichtete kleine Biergarten an der Straßenseite, der zum geselligen Verweilen einlädt.

Quelle: NGZ
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