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Grevenbroich
Das Auerbachhaus ist für Flüchtlinge reserviert

Grevenbroich. Zusätzlich zur Alten Feuerwache und zur Turnhalle am Schloss nimmt die Stadt auch das Auerbachhaus für die Betreuung der Asylbewerber in Anspruch. Die Volkshochschule (VHS) muss auf andere Räume ausweichen. Doch das soll bald vorbei sein: Gestern erklärte die Stadt, dass das Gebäude voraussichtlich nächste Woche wieder freigegeben werden kann.

Im Erdgeschoss des Auerbachhauses wurden Tragen aufgestellt - als Vorsichtsmaßnahme. "Wir mussten damit rechnen, dass wir sehr kurzfristig, auch in der Nacht, Asylbewerber zugewiesen bekommen. Nicht immer ist dann sofort eine medizinische Untersuchung möglich", erklärt Dezernent Claus Ropertz. Da ansteckende Krankheiten nicht auszuschließen seien, sollten die Neuankömmlinge nicht in die Alte Feuerwache oder in die Turnhalle gelassen werden, sondern zunächst ins Auerbachhaus. Dies ist aber nicht mehr erforderlich, da die Erstaufnahme samt Erstuntersuchung mittlerweile beim Kreis erfolgt - die Flüchtlinge kommen zunächst in die Turnhalle des Berufsbildungszentrums. Das Auerbachhaus blieb allerdings zunächst noch reserviert, laut Ropertz waren noch Abstimmungen mit der Bezirksregierung nötig.

Über die aktuelle Änderung dürfte sich die Volkshochschule freuen, die das Haus zurzeit nicht nutzen kann. "Für Vorträge gehen wir jetzt in die Stadtbücherei. Kurse werden, soweit es der Raum dort zulässt, an die Bergheimer Straße verlegt", so die stellvertretende Leiterin Monika Born-Möbius. Die VHS ist von der steigenden Zahl an Asylbewerbern auch sonst betroffen. So wurden Kurse von den Turnhallen am Schloss und im Berufsbildungszentrum nach Orken und in die Halle des Pascal-Gymnasiums verlegt. "Es ist knapp, aber wir haben alle Kurse woanders untergebracht."

(cso-)
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