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Grevenbroich
Das Dreigestirn als Wiederholungstäter

Grevenbroich: Das Dreigestirn als Wiederholungstäter
Sie starten heute in den Karneval und werden am 19. November offiziell proklamiert: Prinz Manfred Ignatius, Bauer Wilbert Klug und Jungfrau Ralf (Ralfaela) Büttgenbach repräsentieren den "Närrischen Sprötz-Trupp". FOTO: L. Berns
Grevenbroich. Das Gustorfer Dreigestirn freut sich auf eine 111 Tage lange Session, die ab heute vor ihm liegt. Prinz, Bauer und Jungfrau sind auf ihre Rollen bestens vorbereitet. Denn jeder von ihnen war schon einmal Teil eines Dreigestirns. Von Elena Burbach

Das Dreigestirn des Gustorfer Karnevalvereins "Närrischer Sprötz Trupp" ist bereit für die Session 2016/2017. Seit nun schon zwei Jahren planen Prinz Manfred Ignatius, Bauer Wilbert Klug und Jungfrau Ralf (Ralfaela) Büttgenbach ihren großen Auftritt im Fastelovend.

Bevor sie am 19. November offiziell bei der Prunksitzung zum Dreigestirn proklamiert werden und in ihre Session starten, wird heute Abend das ehemalige Dreigestirn in der Gaststätte "Reissdorf en d'r Post" verabschiedet. "Wir haben Glück, mit diesem Jahr eine der längsten Sessionen erwischt zu haben", freut sich Manfred Ignatius. Diese dauere nämlich genau 111 Tage, eine magische und zugleich jecke Zahl im Karneval. Das sei so ziemlich das Tollste, was einem passieren könne, meint der Prinz.

Die drei Gustorfer sind alle bereits vor einigen Jahren Mitglieder eines Dreigestirns gewesen. Bauer Wilbert Klug wird sogar in diesem Jahr seinen "Doppelpack" komplettieren - in der Vergangenheit habe er sowohl den Prinzen, als auch die Jungfrau schon einmal gestellt, sagt er. Er hat also reichlich Erfahrung.

Jungfrau "Ralfaela" habe ihre Rolle im Jahr 1991/92 so gut gefallen, dass sie sich nun, 25 Jahre später, wieder in ihr Kleid wirft. Anders als Jungfrau Ralf Büttgenbach, hat sich Manfred Ignatius nicht nach seinem Part als Jungfrau zurückgesehnt, er ist deswegen glücklich, in diesem Jahr als Prinz den ältesten Karnevalsverein im gesamten Rhein-Kreis Neuss anzuführen.

Die drei Männer sind bereits seit vielen Jahren echte Karnevalsjecken. So richtig sei das "Fieber" jedoch durch ihre Frauen ausgebrochen, die im Verein "Seltene Gewächse" schon seit langer Zeit beim "Sprötz-Trupp" mitmischen.

"Wir sind jetzt schon seit mehr als 25 Jahren im Karneval aktiv", erklärt Bauer Wilbert Klug. Ihre dreißigköpfige Garde mit dem Namen "Die Torfstecher" werde zum größten Teil von den "Seltenen Gewächsen", gestellt. Unter dem Motto "Mir sin wie mir sin" wird die Garde mit ihrem Namen an die Geschichte des Dorfes als Torflandschaft erinnern. Auch das Motto folgt einem Titel der bekannten Kölner Karnevalsband "Rabaue".

Auch außerhalb der jecken Zeit sind die drei keine Unbekannten in Gustorf: "Wir beschränken uns nicht nur auf die fünfte Jahreszeit", sagt Prinz Manfred Ignatius. Die gebürtigen Gustorfer sind alle drei in verschiedenen Schützenzügen und somit auch im Sommerbrauchtum sehr aktiv.

Nun blicken sie jedoch mit Begeisterung auf die kommenden 111 Tage als Prinz, Bauer und Jungfrau. Neben den jährlichen Highlights, wie dem immer gut besuchten Rosenmontagsumzug am 27. Februar, freut sich das Dreigestirn ebenso auf die Mädchen- und Kindersitzung am 18. und 19. Februar. "Da entsteht der Nachwuchs", weiß Manfred Ignatius, deswegen seien diese Termine immer besonders schön. Auch auf die Termine im Wohnheim der Lebenshilfe, der Behindertenwerkstatt in Hemmerden oder dem Karnevalsnachmittag im Altenheim freuen sie sich. "Das ist immer wieder ein Erlebnis", wissen die erfahrenen Karnevalisten.

Quelle: NGZ
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