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Grevenbroich
De Zwart feiert seltenes Jubiläum

Grevenbroich: De Zwart feiert seltenes Jubiläum
Harrie de Zwart (87) feiert sein Diamantjubiläum in Gustorf. FOTO: Bochinsky
Grevenbroich. Der beliebte Assumptionisten-Pater wurde vor 60 Jahren zum Priester geweiht.

Harrie de Zwart (87), langjähriger Ortspfarrer von St. Maria Himmelfahrt, feiert am Wochenende mit der Dorfgemeinschaft und vielen Wegbegleitern sein zweifaches Diamantjubiläum. Vor 60 Jahren, im August 1957, wurde er Mitglied des Assumptionisten-Ordens in Belgien, im Dezember folgte die Priesterweihe. Dieser Anlass wird nun gebührend gefeiert.

Der Ortsausschuss hat für Sonntag, 20. August, 9.30 Uhr, einen festlichen Dankgottesdienst im "Dom an der Erft" organisiert. Dazu werden viele Gremien- und Vereinsvertreter aus Gustorf, Gindorf und Laach erwartet. Ehemalige Messdiener der Pfarre werden das seltene Ordensjubiläum ebenso mitgestalten wie Brüder der Assumptionisten. Bei einem anschließenden Empfang im Pfarrheim besteht dann die Möglichkeit, dem Jubilar persönlich zu gratulieren.

Harrie de Zwart, geboren 1930 im niederländischen Tilburg, hat in mehr als vier Jahrzehnten der Pfarrgemeinde St. Maria Himmelfahrt seinen persönlichen Stempel aufgedrückt. Im November 1975 wurde er zum Pfarrer von Gustorf ernannt, die offizielle Einführung in das Amt folgte im Februar des folgenden Jahres. Gleichzeitig wurde de Zwart Präses der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Gindorf, vier Jahre später übernahm er diesen Posten auch auf Bezirksebene.

Das erste große Projekt, das Harrie de Zwart in Angriff nahm, war die Restaurierung des neugotischen Gotteshauses, die sich über sieben Jahre hinzog. Er besorgte in Frankreich und Belgien den eindrucksvollen Altar, die prächtigen Leuchter und das Ewige Licht. In seine Amtszeit fielen der Bau von Altenwohnungen und der Umbau des Pfarrheims. Und: Zum 40-jährigen Priesterjubiläum bat er um Spenden für ein Carillon. Das Glockenspiel mit 37 Bronzeglocken wurde 2000 in Betrieb genommen.

Auch mit 74 Jahren fühlte sich Harrie de Zwart im November 2004 noch viel zu rüstig für die immer näher rückende Entpflichtung als Pfarrer. Schweren Herzens für ihn, aber auch für viele Gustorfer, Gindorfer und Laacher trat er eine Kaplanstelle an der Kathedrale in Malmedy an. Doch die Kontakte in seine Heimat brachen nicht ab.

Sechs Jahre später, im Alter von 80 Jahren, kehrte Harrie de Zwart wieder zurück nach Gustorf. Auch im 87. Lebensjahr ist der Pfarrer in Ruhe zu mannigfaltigen Gottesdiensten unterwegs, auch wenn seine Gesundheit ihm mehr und mehr seine Grenzen aufzeigt.

Quelle: NGZ
 
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