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Grevenbroich
Der City fehlt ein junges Mode-Angebot

Grevenbroich: Der City fehlt ein junges Mode-Angebot
Wie sieht der Handel in der City aus? Innenstadtmanager Michael Karutz analysiert zurzeit die Branchen in der City für eine Fortschreibung des Einzelhandelskonzepts. Das Ergebnis will er Ende Oktober präsentieren. FOTO: L. berns
Grevenbroich. Innenstadtmanager Michael Karutz arbeitet zurzeit an Fortschreibung der Einzelhandelsdaten für den Bereich des Stadtentwicklungskonzepts (ISEK). Nach Umzügen und Neueröffnungen im August muss er die Daten aktualisieren. Von Daniela Buschkamp

Innenstadtmanager Michael Karutz hat seinen Urlaub beendet, begleitet jetzt wieder das "Integrierte Standortentwicklungskonzept" (ISEK). So ist Karutz Ansprechpartner für Immobilienbesitzer im Bahnhofsquartier, im Montzviertel und in der City. "Wir sind zurzeit in der vollständigen Fortschreibung der Einzelhandelsdaten für den Bereich des ISEK", sagt er. "Es handelt sich um eine umfassende Marktanalyse, um die Beratung der Immobilieneigentümer auf eine solide Basis zu stellen." Denn die Basisdaten zu Umsätzen und Kaufkraft, wie sie die Industrie- und Handelskammern für die Städte insgesamt ausweist, würden nur eine grundsätzliche Orientierung bieten. Im August gab es einige Neueröffnungen und Umzüge im Cityhandel. "Ich war bereits vorher in der Breite und Kölner Straße, habe Flächen kartiert", so Karutz. Deshalb werde er bei einigen Flächen Aktualisierungen vornehmen müssen. Für ihn ein positives Signal: "Die ,Bäumchen-wechsel-Dich'-Situation zeigt die Stärke von Grevenbroich", meint der Innenstadtmanager.

Die Daten sollen im Oktober vorliegen, dann werden sie der ISEK-Lenkungsgruppe, später im Planungsausschuss und im Rat vorgestellt. Wirtschaftsförderer Ulrich Held ist zufrieden mit der dynamischen Entwicklung: "Drei neue Boutiquen, ein neues Schuhgeschäft, ein neues Café und eines mit einer neuen Adresse sowie der Umzug des Wäscheladens stellen eine Aufwertung dar."

Weiterhin steht der Innenstadtmanager im Kontakt mit dem Werbering und: "Im Rahmen des Innenstadtmanagements wird auch ein intensiver Dialog mit dem Centermanagement von Coens-Galerie und Montanushof erforderlich sein, um die Potenziale der Center optimal zu entfalten." In den nächsten fünf Jahren will Karutz mit dazu beitragen, das "gute Niveau zu halten". Bei einem Kerneinzugsgebiet von 30 000 Menschen gebe es in Grevenbroich ein qualitativ hochwertiges Angebot. Allerdings: "So etwas wie der Wegzug von ,Esprit' und ,Cecil' hat der Stadt schon geschadet", meint Karutz. Es solle versucht werden, "Esprit" oder Mode im jüngeren Segment wieder in der City anzusiedeln. Zu beobachten sei zudem die Konkurrenz durch Einkaufszentren wie dem Neusser "Rheinpark" oder dem Mönchengladbacher "Minto". Während Karutz mit Blick auf das Rheinpark-Center schätzt, dass der Markt es zwei Jahre nach der Eröffnung verarbeitet hat, sei in Mönchengladbach ein naher Rivale entstanden.

Michael Karutz' Tätigkeit als Innenstadtmanager wird zudem von der laufenden Verkehrszählung tangiert, die im September beendet werden soll. Deren Daten werden als Grundlage für die weitere Verkehrsplanung, etwa auf der Bahnstraße, dienen. "Das Verkehrskonzept ist wichtig für die Zukunft", führt Karutz aus.

Bisher befindet er sich noch in der Phase der Kontaktaufnahme, hat "eine Hand voll Gespräche geführt". Ein Beispiel: Immobilienbesitzer fragen ihn etwa um Rat bei Leerständen. Aber: "Ich bin kein Makler, kann aber Ratschläge und Hinweise geben", sagt er.

Quelle: NGZ
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