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Grevenbroich
Der neue Regionalplan tritt am Montag in Kraft

Grevenbroich. Deutlich weniger Windkraft-Flächen als zuerst geplant.

Am kommenden Montag tritt der neue Regionalplan Düsseldorf in Kraft. Wie der Rhein-Kreis Neuss erklärt, hatte die Landesplanungsbehörde nach einer Rechtsprüfung keine Einwendungen gegen das Maßnahmenpaket erhoben.

Im Regionalplan werden auch viele Weichen für Grevenbroich gestellt. Ein großer Erfolg für die Stadt: Die Zahl der Windkraft-Vorrangflächen wurden gegenüber dem ersten Entwurf mehr als halbiert. Waren zunächst zehn Gebiete für Windräder vorgesehen, wurde die Zahl letztlich auf nur vier verringert. Stadt, Landrat und Politiker mehrerer Parteien hatten zuvor eine Reduzierung gefordert, Bürger befürchteten eine "Verspargelung" der Landschaft. Ein Argument der Stadt: Grevenbroich mit seinen Braunkohlekraftwerken trage bereits erheblich zur Stromversorgung im Land bei. Unter anderem gestrichen wurde eine große Vorrangfläche östlich von Wevelinghoven. Bereits vor Jahren hatte es erhebliche Proteste in der Gartenstadt gegen geplante Rotoren gegeben.

"Jetzt können die Städte und Gemeinden die Früchte unserer erfolgreichen siebenjährigen Arbeit ernten und neue Flächen für Wohnungsbau, Gewerbe und Industrie bereitstellen", sagte Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, Vorsitzender des zuständigen Regionalrats. Durch wesentliche Änderungen am vorherigen Entwurf sei es gelungen, Gewerbe und Industrie mehr Grundstücke zur Verfügung zu stellen. Für Grevenbroich sieht der Plan 105 Hektar an Flächenreserven für Gewerbe vor, darunter 18 Hektar im geplanten interkommunalen Gewerbegebiet mit Jüchen.

Nicht zufrieden war die Stadt nach dem Plan-Beschluss im Regionalrat Ende 2017 mit den für Wohnungsbau neu ausgewiesenen 42 Hektar, - das reiche nicht, hieß es.

(cso-)
 
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