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Die Ferienmacher
Die Modellflieger auf der Gustorfer Höhe

Die Ferienmacher: Die Modellflieger auf der Gustorfer Höhe
Christian Kropp ist begeisterter Modellflieger. Die Sommerferien hat er genutzt, um möglichst oft auf dem Flugplatz auf der Gustorfer Höhe zu sein. FOTO: Berns
Grevenbroich. In den Sommerferien stehen auf der Gustorfer Höhe auch wochentags viele Starts und Landungen an. Ohnehin bietet die Modellflugabteilung des Aero-Clubs Grevenbroich-Neuss regelmäßig Schnupper-Trainings an - an jedem Sonntagvormittag. Von Andreas Buchbauer

Mitunter ist der Traum vom Fliegen ganz nah - und der Weg zum Piloten gar nicht so weit. Christian Kropp jedenfalls hat in den Sommerferien mehr Starts hingelegt als so mancher Lufthansa-Pilot - und er hat dabei nicht mal den heimischen Boden unter den Füßen verlassen. Kropp ist stellvertretender Vorsitzender der Modellflug-Abteilung im Aero-Club Grevenbroich-Neuss.

Auf der Gustorfer Höhe haben die Piloten ihren kleinen Flugplatz. Wer möchte, kann dort stets vorbeikommen und bei laufendem Flugbetrieb herausfinden, ob das Hobby etwas für ihn ist. Jeden Sonntag gibt es zudem von 10 bis 13 Uhr die Gelegenheit, mit einem Fluglehrer des Vereins einmal selbst sein Können zu testen.

Gefragt sind dabei Fingerfertigkeit sowie Konzentration und eine gute Koordination. "Modellfliegen ist als Hobby im Grunde für jeden etwas", meint Christian Kropp. Allerdings mangelt es im Aero-Club am Nachwuchs. Unter den rund 60 Mitgliedern der Modellflug-Abteilung sind nur zehn Kinder und Jugendliche.

"Bei der Generation Playstation haben wir es nicht so leicht", sagt Kropp. Dabei ist die Anschaffung eines "Rundum-sorglos-Pakets" - also Flieger, Fernsteuerung und Ladegerät - gar nicht so viel teurer als die bekannte Spielkonsole. Rund 500 Euro müsse ein Modellflieger investieren, um auf dem Flugplatz richtig loslegen zu können. Und er muss natürlich lernen, wie es geht. Sonst droht der erste Start ihn gleich zum Bruchpiloten werden zu lassen.

Die Schnupperkurse am Sonntagvormittag sind daher eine gute Gelegenheit, die eigenen Flugkünste wach zu kitzeln. Die Teilnahme ist kostenfrei - das Material wird vom Aero-Club gestellt. Dabei handelt es sich um einen 2,5 Kilo schweren Elektroflieger mit einer Spannweite von 1,50 Meter samt zwei Fernbedienungen.

Denn beim Schnuppertraining geht es ein bisschen zu wie in der Fahrschule. Flugschüler und -lehrer haben jeweils ein Gerät, um den Flieger zu steuern. "So kann der Lehrer immer korrigierend eingreifen, falls es mal Probleme geben sollte", betont Kropp. Im Grunde habe der Modellfluglehrer sogar mehr Möglichkeiten als ein Fahrlehrer. "Wir haben mit der Fernbedienung, wenn man so will, schließlich auch ein eigenes Lenkrad, um notfalls einzugreifen", erklärt der 37-Jährige.

Er selbst hat seine Begeisterung fürs Modellfliegen schon im Kindesalter entdeckt. "Mein Großvater hat mir vor 30 Jahren den kleinen Uhu von Graupner geschenkt und mit mir zusammengebaut", sagt Kropp. "Der kleine Uhu" ist ein beliebtes Freiflug- und Einsteigermodell für Nachwuchsmodellflieger. "Damit hat bei mir alles angefangen. Seither ist Modellfliegen mein großes Hobby", sagt Kropp. Und dieser Leidenschaft ist er stets treu geblieben. Seit inzwischen 22 Jahren ist Kropp Mitglied im Aero-Club Grevenbroich-Neuss.

Gestartet wird auf dem Flugplatz an der Gustorfer Höhe praktisch das ganze Jahr über. Einzige Voraussetzung: Das Wetter muss stimmen. "Bei Regen oder starkem Wind mit Geschwindigkeiten von mehr als 50 km/h wird es schwierig", sagt Kropp. Gleiches gilt natürlich bei Schnee und Eis im Winter.

Ansonsten aber starten und landen die Modellflieger, wenn es die Witterung zulässt. Gäste sind stets willkommen. "Außerhalb der Ferien ist auf dem Flugplatz an Wochenenden und Feiertagen in der Regel stets ab 11 Uhr bis in den Abend jemand vor Ort", sagt Kropp.

Quelle: NGZ
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