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Grevenbroich
Die Stadt soll von Maastricht lernen

Grevenbroich. UWG informierte sich in der niederländischen Kommune und zog Vergleiche.

Grevenbroich kann von Maastricht lernen. Das ist der Eindruck, den die UWG jetzt bei einem Besuch in der niederländischen Stadt gewonnen hat. Vorsitzender Leo Oehmen und Fraktionschef Carl Windler empfehlen heimischen Stadtplanern und Politikern, ebenfalls einen Ausflug in die rund 100 Kilometer entfernte Kommune.

Paul Houx, ehemaliger Mitarbeiter im Bau- und Planungsamt der Provinz Limburg, führte die Gruppe durch die Maastrichter Innenstadt und erläuterte deren Besonderheiten. Dabei habe sich auch gezeigt, dass eine Gestaltungssatzung für die örtliche Gastronomie - die in Grevenbroich umstritten ist - durchaus Sinn machen kann, sagte Carl Windler: "Die Straßencafés sind mit geschmackvollen und einheitlichen Korbmöbeln bestückt - das sieht nicht nur gut aus, sondern lädt auch zum Verweilen ein."

Beeindruckt zeigte sich die rund 30-köpfige UWG-Gruppe auch von einer ehemaligen Industriebrache, die im Rahmen eines europäischen Architekten-Wettbewerbs in einen neuen, attraktiven Stadtteil verwandelt wurde. "Dort konnten die Aspekte Wohnen und Arbeiten ebenso wie der soziale Wohnungsbau berücksichtigt in einen gerechten Einklang gebracht werden", betonte Leo Oehmen.

Insgesamt habe die Maastrichter Innenstadt mit ihren vielen Geschäften und kaum nennenswerten Leerständen ein gutes Bild hinterlassen, fassten die beiden UWG-Chefs zusammen. "Große Markennamen existieren dort in Nachbarschaft zu kleinen Einzelhandelsgeschäften und Einkaufszentren. Die zum Teil denkmalgeschützen Ladenlokale wiesen oftmals eine Verkaufsfläche von unter 50 Quadratmetern auf, waren aber sehr gut besetzt", schilderte Carl Windler. Das in Grevenbroich immer wieder vorgebrachte Argument, dass in kleine Geschäfte keine Markengeschäfte einziehen würden, sehen die Unabhängigen am Beispiel Maastricht widerlegt.

(wilp)
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