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Grevenbroich
Die Themenliste der SPD zur Schulpolitik ist lang

Grevenbroich. Laut Daniel Rinkert muss die Stadt 2018 etwa über Grundschul-Erweiterungen und die Zukunft der Realschule diskutieren. Von Wiljo Piel

2018 wird nach Meinung von Daniel Rinkert (SPD) ein wichtiges Jahr für die Grevenbroicher Schulpolitik. Von der Studie zur Jugend- und Schulentwicklungsplanung, die von der Stadt bei dem Fachbüro "Lexis und Garbe" in Auftrag gegeben wurde, erwartet der Vorsitzende des Schulausschusses im Frühjahr wichtige Erkenntnisse für die Zukunft. "Die Stadt wächst", sagt Rinkert mit Blick auf geplante Neubaugebiete in Wevelinghoven, Gustorf und Kapellen. "Das wird uns vor große Herausforderungen stellen."

Im kommenden Jahr müsse daher intensiv über die Grundschulen und deren Standorte diskutiert werden. "Wir werden aller Voraussicht nach Erweiterungen vornehmen müssen - nicht mit Containern, sondern mit Anbauten", sagt Rinkert. Hinzu komme, dass es schon heute einen enormen "Run" auf die Offenen Ganztagsgrundschulen (Ogata) gebe, so dass ein Ausbau dieses Angebots erforderlich werde. "In diesem Zusammenhang werden wir über eine soziale Beitragsstaffelung reden müssen", betont Daniel Rinkert. "Andere Kommunen wie Neuss haben das bereits hinbekommen." Offen sei allerdings nach wie vor, was sich in Sachen Ogata auf bundespolitischer Ebene ergebe. "Sollte es einen Rechtsanspruch auf den Ganztag geben, wird das die Kommunen vor Herausforderungen stellen", meint der SPD-Ratsherr.

Darüber hinaus werde sich im kommenden Jahr die Frage stellen, was aus der Diedrich-Uhlhorn-Realschule in Wevelinghoven werde, die immer weniger Anmeldungen erhält. "Das Thema ,Dritte Gesamtschule' wird dabei sicherlich auf den Tisch kommen", sagt Rinkert. Alternativ könne er sich ein gemeinsames Anmeldeverfahren der weiterführenden Schulen in Grevenbroich vorstellen. Dessen Ziel sollte es sein, dass die Schülerströme so gelenkt werden, dass in der "Diedrich Uhlhorn" hauptsächlich Jugendliche mit Realschulqualifikation unterrichtet werden.

Da beide Gymnasien zu G 9 zurückkehren werden, müsse im kommenden Jahr auch die Frage nach den Auswirkungen gestellt werden. "Muss angebaut oder die Zügigkeit reduziert werden? Das sind große Fragen, mit denen sich der Schulausschuss beschäftigen muss", sagt Rinkert. Und: Auch der Medienentwicklungsplan - ebenfalls erstellt vom Fachbüro "Lexis und Garbe" -müsse mit finanziellen Mitteln aus dem Landesprogramm "Gute Schule 2020" umgesetzt werden.

Im kommenden Jahr müssen sich die Schulpolitiker auch mit einer möglichen Verlagerung der Innenstadt-Grundschule "St. Martin" von der Graf-Kessel- in die ehemalige Realschule an der Bergheimer Straße beschäftigen. "Wir haben die Chance, dort ein Schul- und Bildungszentrum zu schaffen", sagt Rinkert. Grundschule, Kita, Stadtbibliothek, Volkshoch- und Jugendkunstschule könnten unter einem Dach untergebracht werden - in Kombination mit einem Integrationszentrum.

Auch wenn die Stadt der Schulpflegschaft eine Untersuchung in Aussicht gestellt hat, zweifelt Rinkert daran, dass eine Erweiterung der Grundschule an der Graf-Kessel-Straße machbar sei - weil der Platz nicht ausreiche. "Am Ende des Tages wird es zu einer Erweiterung kommen", sagt Rinkert. "Und diese befürworte ich." Der finanzielle Aufwand für ein Bildungszentrum sei groß - "das ist klar", meint der Schulausschussvorsitzende. "Aber wir dürfen dieses Ziel nicht aus den Augen verlieren."

Quelle: NGZ
 
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