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Grevenbroich
Dielämmer-Künstler mögen's bunt

Grevenbroich: Dielämmer-Künstler mögen's bunt
Künstlerin Janne Gronen vor ihrem Bild "Blaue Stille". FOTO: Salzburg
Grevenbroich. Jahresausstellung zeigt einen Querschnitt des künstlerischen Schaffens. Von Rudolf Barnholt

13 Mitglieder der Galerie Judith Dielämmer zeigen noch bis zum 29. Dezember eine kleine Auswahl ihrer Arbeiten. Dabei herausgekommen ist eine wahrhaft bunte Ausstellung. Für das Weiß in der Schau ist Elisabeth Busch-Holitschke zuständig. Sie setzt ihr Thema "Vergänglichkeit" mit zwei Stühlen und einem Tisch um, einem Mobiliar, das im Kern aus Füllwatte besteht und mit Stoff von Tischdecken überzogen wurde. Fäden hängen herunter als Zeichen der Vergänglichkeit, die Beine der Möbelstücke sind krumm.

"Island in Pink" heißt das Foto von Gudrun Lintz. Hinter dem rosafarbenen Meer verbirgt sich ein Acker, bedeckt mit Folien in Bonbon-Optik. Inge Harms zeigt Familienfotos von früher, kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs - die Bilder spiegeln die Ruhe vor dem Sturm wider. Jürgen Holitschke zeigt gleich ein ganzes Fotoalbum. Thema Nr. 1 ist das Fahrrad, oft in Verbindung mit Autoreifen und -felgen, was den Stellenwert des "Drahtesels" in Zeiten des Klimawandels beschreibt. Annu Koistinen hat mit Fäden aus einem Spezialpapier ein Geflecht hergestellt, auf dem eine Wölfin zu sehen ist. Was bedrohlich wirkt: Zitzen, Augen und Zunge sind blutrot.

Werner Franzen hat aus Holzresten ganz zwanglos eine Skulptur zusammengesetzt, die auf eine Interpretation des Betrachters wartet - dasselbe gilt auch für das wellenförmige, aus geschichteten Holzstücken bestehende Objekt von Gereon Riedel. Janice Orth hat Fotos in Postkartengröße bemalt - sie zeigen Menschen am Strand. Uwe Dressler zeigt auf seinen Schwarzweißfotos die vor kurzem verstorbene Künstlerin Anne Behrens, so wie man sie in Erinnerung hat.

Inge Broska präsentiert ihr "Dialoggerät" auf einem Foto und als Skizze. Was an eine Riesentorte erinnert, hat im Inneren Platz für ein Tischchen und zwei Stühle, wo Menschen miteinander anbandeln können. Voller Unschuld dagegen die Natur auf den Fotos von Dieter Stürmann zum Liedtext "Warum ist es am Rhein so schön". Janne Gronen hat zu ihrem Bild, das als Landschaft interpretiert werden, aber auch etwas ganz anderes bedeuten kann, eigene Verse geschrieben.

Und Maria Gilges zeigt in der kleinen Produzentengalerie an der Alten Bergheimer Straße 7 eine kunterbunte Tierwelt, wie es sie in natura nicht gibt.

Quelle: NGZ
 
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