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Grevenbroich
"Dielämmer"-Künstler zeigen ihre Werke bis zum 30. Dezember

Grevenbroich. "Dielämmer 16" heißt die Ausstellung in der Galerie Judith Dielämmer, die am Freitagabend eröffnet wurde. An der Alte Bergheimerstraße 7 stellen bis zum 30. Dezember die Mitglieder der Produzentengalerie aus.

Vertreten ist auch noch die kürzlich verstorbene Anna Neumann. Sie hatte Blumen fotografiert, die schon ziemlich verwelkt waren. Annu Koistinen betreut zurzeit ihre 99 Jahre alte Mutter in Finnland. Das muss man wissen, um ihr großformatiges Geflecht aus Papierbändern verstehen zu können: Es ist in Grau gehalten, einige wenige rote Farbtupfer sind so etwas wie Hoffnungsschimmer in einer trostlosen Zeit. Von Verfall und Niedergang zeugen auch die Fotos von Inge Broska: Sie hatte in ihrem Heimatdorf Otzenrath die Bagger bei der Arbeit fotografiert - Bagger, die aus einstmals stolzen Kirchen Ruinen gemacht haben. Dieter Stürmann hatte den Himmel im Blick, als er den Auslöser seiner Kamera betätigte: Von dem wolkenlosen Blau heben sich mehr oder weniger ungewöhnliche Flugobjekte ab. Gudrun Lintz hat es ein futuristisches Gebäude in Island mit seinen raffinierten Spiegelungen angetan - die großformatigen Fotos sind gewöhnungsbedürftig für das Auge des Betrachters. Anne Blass verschmolz Glas, Blei und Draht, neun dieser Erinnerungsbilder, weil mit alten Fotos angereichert, ergeben eine Einheit. Und noch ein Fotokünstler: Uwe Dressler zeigt Naturimpressionen aus Island. Die kleinsten Exponate stammen von Elisabeth Busch-Holitschke: Mit weißer Farbe bestrichene Streichholzschachteln mit einem frühlingshaften Inneren können vom Besucher gratis mitgenommen werden. Jürgen Holitschke präsentiert das Dielämmer-Logo, einen Apfelkitsch, in kleinen brauen Glasflaschen wie eine Medizin. Werner Franzen überrascht mit seinen Akt-Fotocollagen, Janne Gronen zeigt Bilder aus der Serie "Fear". Ulrike Wamprecht präsentiert diesmal abstrakte Malerei, die durch die Verwendung von Wachs ihren spezifischen Charakter erhält. Manfred Greulich-Blass hat aus Fundstücken den "seltenen Vogel des Jahres" geschaffen. Und Inge Harms schließlich hat aus Science-fiction-Heften Origami gemacht und den Grundriss eines Raumschiffs, der aussieht wie eine wissenschaftliche Skizze.

(barni)
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