| 00.01 Uhr

Grevenbroich
Eierjagd, Kuchensegnung und das "Eitje tik"-Spiel

Grevenbroich: Eierjagd, Kuchensegnung und das "Eitje tik"-Spiel
Ein Blick auf den Gebäckstand auf dem Celjer Bauernmarkt: Mohn- oder Käsekuchen werden vor dem Osterfest in der Kirche gesegnet. FOTO: nn
Grevenbroich. Wie die Grevenbroicher Partnerstädte Ostern feiern. Ein Blick nach Auerbach, St. Chamond, Celje und Kessel.

Welche Osterbräuche werden in den Grevenbroicher Partnerstädten praktiziert? Wie wird in Auerbach, St. Chamond, Celje und Kessel gefeiert? Die NGZ hat nachgefragt. Auerbach Viele Vogtländer pflegen zu Ostern die Tradition, ihre Gärten bunt zu schmücken. "Vor allen die Vorgärten werden mit Eiern aus Plastik und Hasen aus Holz prächtig ausstaffiert", erzählt Rathaussprecher Hagen Hartwig: "Das ergibt ein sehr schönes Bild." Ansonsten wird das Fest in Auerbach genau wie in Grevenbroich gefeiert: es werden Eier gefärbt und Osterkerzen aufgestellt.

St. Chamond In der französischen Partnerstadt beginnt nach dem Kirchgang am Sonntag die sogenannte "Eierjagd". Kinder machen sich auf die Suche nach Eiern, die aus den Osterglocken gefallen sind. "Die Geschichte vom Osterhasen kennt man dort nicht", berichtet Josef Schmitz vom Partnerschaftsverein. Sobald alle Eier eingesammelt sind, geht es nach Hause, wo im Kreis der Familie bei einem opulenten Essen gemeinsam gefeiert wird. "Danach wird in der Regel ein Ausflug unternommen, der oftmals zum Mont Pilat, dem Pilatusberg, führt", sagt Schmitz. Der Laacher empfiehlt St. Chamond auch als ein lohnendes Reiseziel für die Osterferien: "Die Stadt und ihre herrliche Umgebung sind wirklich sehens- und erlebenswert."

Celje In der slowenischen Partnerstadt decken sich die Celjaner auf einem Bauernmarkt für das Osterfest ein – das hat Tradition. "An den Ständen werden Lebensmittel wie herzhafter Schinken und süßes Gebäck wie Mohn- oder Käsekuchen eingekauft und in einen Korb gepackt, der am Karsamstag vom Pfarrer in der Kirche gesegnet wird", berichtet Biserka Güldenberg vom Partnerschaftsverein. Nach einem Gottesdienst am Ostersonntag werden die Leckereien im Kreis der Familie beim Frühstück genossen. In Slowenien heißt Ostern übrigens "Velika noc", was übersetzt "Große Nacht" bedeutet. Anders als in Deutschland enden die Feiertage dort bereits am Sonntag.

Kessel In der befreundeten niederländischen Stadt steht "Eitje tik" in den nächsten Tagen ganz besonders hoch im Kurs. Hartgekochte Eier aufeinander prallen zu lassen, gilt als ein typisch holländischer Osterbrauch. Wessen Eierschale zuerst kaputt geht, hat verloren. Unter Eiertitschen ist dieses Spiel auch in Grevenbroich bekannt, es wird vor allem am Frühstückstisch praktiziert. Zudem ist es im Nachbarland eine alte Sitte, sich vor dem Osterfest komplett neu einzukleiden.

Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Grevenbroich: Eierjagd, Kuchensegnung und das "Eitje tik"-Spiel


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.