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Grevenbroich
Ein 5,80 Meter hoher "Jünter" für das Grevenbroicher Königspaar

Grevenbroich. Als Dominik Wegener diese Fackel sah, bekam er gleich Gänsehaut: "Wahnsinn", sagte der Schützenregent, der sich beeindruckt zeigte von dem 5,80 Meter hohen "Jünther". Das Maskottchen der Borussen haben die "Jröne Jonge" zu Ehren des Grevenbroicher Königspaares gebaut. Denn Dominik und Susanne sind seit Jahren eingefleischte Fans der Fohlen-Elf aus Mönchengladbach.

Rund 600 Mannstunden haben die "Jonge" in ihr Meisterwerk investiert, das mit 4000 Watt zum Leuchten gebracht wird. "Wir haben sogar die offizielle Erlaubnis der Borussia eingeholt, damit wir das Maskottchen durch die Straßen ziehen dürfen", sagt Zugmitglied Willi Peitz. Damit "Jünter" nicht zum Killer für die über den Straßen hängenden Fähnchen wird, kann er in eine bückende Position gebracht werden - dann ist er "nur" noch 3,40 Meter hoch.

Insgesamt neun eigene Fackeln zeigen die Schützen heute in einer Woche zum Fest-Auftakt in Grevenbroich. Hinzu kommen zwei Transparente aus Wevelinghoven. "Ich denke, dass wir wieder interessante Themen präsentieren können", sagt Willy Helfenstein vom Team der BSV-Fackelbaubeauftragten.

Mit einer Lokal-Schmonzette werden sich diesmal die "Noh'besch Jonge" beschäftigen: Sie persiflieren den "Bank-Raub" auf dem Marktplatz und schicken neben dem Bürgermeister ein prominent besetztes Team aus Tatort-Ermittlern auf die Suche nach den verschwundenen Parkbänken. Zugmitglied Josef Flesch hofft auf eine erfolgreiche Fahndung - denn: "Sonst heißt es am Ende wieder: Fall erledigt, Bürger zahlt neue." Die Fackelbaugemeinschaft der Jägerzüge "Rösige Boschte" und "Mer stonn zusamme" drücken hingegen mit einem sieben Meter langen Engel mit Pumps und Nasenfahrrad ihre Sorgen um die Innenstadt aus: "Hier gibt's hauptsächlich Schuhe, Brillen und Brötchen - das ist eher eine Einkaufswüste als ein Einkaufsparadies", stellt Willy Helfenstein von den "Rösige Boschte" fest. Die fünf Meter hohe Maus des Jägerzuges "St. Florian" steht für das gleiche Thema: "Die Innenstadt, die ist ein Graus, da nimmt selbst die Maus Reißaus", heißt der Spruch zur Fackel.

Ganz aktuell ist der Dschinn aus dem Disney-Musical "Aladin": Die Grenadierzüge "Erftgrafen" und "Schlossstädter" kritisieren mit ihrem 3,80 Meter hohen Konstrukt das Weck-Verbot für das Orkener Tambourkorps. Das Mini-Dienstauto des Bürgermeisters nehmen die jungen Fackelbauer von "St. Hubertus" auf die Schippe: "Unser Klaus will hoch hinaus, doch es kommt nur Kleines raus", reimen sie auch mit Blick auf Wahlkampfversprechen des heutigen Verwaltungschefs.

Alle neun Fackeln werden ausführlich in der NGZ-Sonderausgabe zum Schützenfest beschrieben, die am 2. September erscheint.

(wilp)
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