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Grevenbroich
Ein alter Hammer für die Allrather Matthäus-Kirche

Grevenbroich: Ein alter Hammer für die Allrather Matthäus-Kirche
Dieser Hammer tauchte auf einem Kölner Trödelmarkt auf. FOTO: F. Korte
Grevenbroich. Mit dem Kupferwerkzeug wurden vier Glocken getauft.

Beim Sebastianusfest der Allrather Bruderschaft gelangte dem scheidenden König Norbert Brings jetzt etwas ganz Besonderes in die Hand. Die Eheleute Ferdi und Marianne Korte aus Neurath überreichten ihm einen . . . Hammer. Das schmucke Werkzeug aus Kupfer ist eng mit der Ortsgeschichte verbunden: Denn mit dem Hammer - das zeigt die Inschrift auf dem Stiel - wurden vier Allrather Kirchenglocken getauft, nämlich 1924 und 1939.

"Angefertigt wurde der Tauf-Hammer im Jahr 1924", sagt Ferdi Korte. "Damals hat das Erftwerk zwei Aluminiumglocken der Allrather Matthäuskirche gestiftet, die aber klanglich nicht besonders gut waren." Daher wurden die Alu-Glocken 1939 durch zwei neue aus Bronze ersetzt, die seinerzeit von Fritz Kemmerling und Magdalene Coenen gestiftet wurden. Bei der Taufe der beiden Glocken kam der Hammer abermals zum Einsatz. Darauf deutet die offensichtlich per Hand in den Holzstiel eingeritzte Jahreszahl 1939 hin.

Vor langer Zeit hat der Vater von Marianne Korte den Hammer auf einem Trödelmarkt in Köln entdeckt und erworben. "Bei der Wohnungsauflösung haben wir ihn vor einigen Jahren wiedergefunden", sagt Ferdi Korte, der Geschäftsführer der Grevenbroicher (Schützen-) Präsidentenrunde ist. Er selbst hat für den Hammer einen Ständer aus Kupfer gebaut, damit er ausgestellt werden kann. Das Werkzeug kann künftig in der Andachtskapelle von St. Matthäus besichtigt werden.

Die Allrather Kirche besitzt heute noch eine denkmalwerte, fast 590 Jahre alte Glocke. Sie trägt die Inschrift "Anna heisen ich, meit Gott luden ich, meister Henrichs gos mich Anno 1429".

(wilp)
 
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