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Grevenbroich
Ein kleiner Corsa als treuer Begleiter

Grevenbroich: Ein kleiner Corsa als treuer Begleiter
Bringt sie seit zehn Jahren und rund 110.000 Kilometern immer wieder sicher ans Ziel: der Corsa B. Vanessa Kropp hängt an dem Auto - nicht nur, weil sie darin erste Fahrerfahrungen sammeln konnte. FOTO: anja tinter
Grevenbroich. Der Corsa B zählt bis heute zu den beliebtesten Anfängerautos. Die Gustorferin Vanessa Kropp machte aus dem Serienmodell ein sportliches Einzelstück. Sie erinnert sich auch noch an die erste Fahrt in dem silbernen Kleinwagen. Von Christian Kandzorra

Früher zählte der fahrbare Untersatz. Heute achten Fahranfänger auch auf Alltagstauglichkeit und Optik ihres ersten Autos. So auch Vanessa Kropp aus Gustorf, die vor zehn Jahren ihren Führerschein gemacht hat. Ihr erstes Auto: ein Opel Corsa B. "Den hatte ich mir damals ganz gezielt ausgesucht. Nicht nur, weil mir die silberne Farbe so gut gefällt, sondern weil der Wagen auch so schön übersichtlich ist. Damit komme ich in jede Parklücke", erzählt die 28-Jährige, der ihr erstes Auto sehr ans Herz gewachsen ist.

In den vergangenen Jahren hat die Gustorferin viel Geld in den Wagen gesteckt, der sich übrigens europaweit mehr als vier Millionen Mal verkauft hat. "Ich habe den Corsa optisch etwas sportlicher gestalten lassen. Zum Beispiel fahre ich jetzt mit einer längeren Motorhaube und getönten Scheiben. Außerdem habe ich den Wagen tieferlegen lassen", erzählt Vanessa Kropp, die sich sehr für Autos interessiert und auch nicht davor scheut, mal selbst das Werkzeug in die Hand zu nehmen. "Beim Corsa B kann man noch viel selbst machen", sagt sie.

Die Gustorferin hatte den Wagen kurz nach Bestehen ihrer Führerscheinprüfung zufällig entdeckt und ihn damals für 4000 Euro einem Händler abgekauft. "Die erste Fahrt ging natürlich durch Grevenbroich", erzählt Kropp, die sich noch gut daran erinnern kann. "Schließlich war die erste Fahrt so etwas wie eine erweiterte Fahrprüfung mit meinem Vater", ergänzt sie und lacht.

Mehr als 110.000 Kilometer hat sie in dem kleinen Dreitürer bisher zurückgelegt. Das entspricht immerhin fast drei Erdumrundungen. "Dabei bin ich kein einziges Mal liegengeblieben", sagt Vanessa Kropp, die mit dem Kleinwagen schon viel erlebt hat. "Ich habe durch die kleinen Tuning-Maßnahmen viele Menschen kennengelernt, die sich ähnlich für Autos interessieren. Außerdem werde ich nie vergessen, wie ich mit Freunden im Corsa zum Zelten in die Eifel gefahren bin", berichtet die 28-Jährige.

Zu den weitesten Touren zählt ein Ausflug in die Niederlande. "Das war kurz nach der Fahrprüfung und schon so etwas wie ein Abenteuer für uns", erinnert sie sich. Ihr 60 PS starker Erstwagen hat jetzt knapp 200.000 Kilometer auf dem Tacho, mittlerweile fährt auch Vanessa Kropps Mutter Elke mit dem Wagen. "Das Auto gehört damit zu unserer Familie", sagt die Automobilkauffrau, die im Einzelkundenvertrieb des ADAC-Fahrsicherheitszentrums in Grevenbroich arbeitet. "Natürlich habe ich als Fahranfängerin mit dem Corsa auch schon an einem Fahrsicherheitstraining teilgenommen. Jetzt weiß ich, wie ich und vor allem wie das Auto in Gefahrensituationen reagiert."

Ihr Corsa (Baujahr 1998) verfügt bereits über moderne Sicherheitsstandards. Im Auto ist zum Beispiel ein Antiblockiersystem (kurz ABS) verbaut, das dafür sorgt, dass die Bremsen bei einer Vollbremsung nicht blockieren und der Fahrer vor einem Hindernis ausweichen kann. Das war Ende der 1990er Jahre genauso wie die Servolenkung eher Zusatzausstattung.

Ein Jahr hat der silberne Rüsselsheimer noch TÜV. "Ich bin mir noch nicht sicher, wie es dann mit dem Auto weitergeht. Langsam wird Rost zum Problem", sagt Vanessa Kropp, der das schon ein bisschen leid tut. "Denn der Corsa ist ein sehr dankbares Auto, finde ich."

Quelle: NGZ
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