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Grevenbroich
Ein neuer Park am jüdischen Friedhof

Grevenbroich: Ein neuer Park am jüdischen Friedhof
Die Dorfgemeinschaft hat zusammen mit der Stadt den kleinen Park geschaffen: Albert Stromann, Paul Steins und Heinrich Schneider (sitzend v.l.), Wolfgang Zenner und Pablo Guardia Martinez (stehend v.l.) stellten die Anlage vor. FOTO: L. Berns
Grevenbroich. Eine hübsche Grünanlage hat die Dorfgemeinschaft Hülchrath zusammen mit der Stadt am Jüdischen Friedhof geschaffen. Nun bittet das Team um Vorsitzenden um Albert Stromann um Namensvorschläge für den neuen Grünzug. Von Carsten Sommerfeld

Das Dorf Hülchrath ist um ein Schmuckstück reicher. Die Dorfgemeinschaft hat in Kooperation mit der Stadt Grevenbroich das Umfeld des Jüdischen Friedhofs neu gestaltet. "Im Rahmen des Neubaugebietes an der Ferdinandstraße sollte eine Ausgleichsfläche geschaffen werden. Dafür sind wir auf die Stadtverwaltung zugegangen. Wir hatten einen Vorschlag, wollten gern mitgestalten", erzählt Albert Stromann, Vorsitzender der Dorfgemeinschaft. Die Idee: Aus dem Eckgrundstück an der Ferdinandstraße, dort befindet sich auch der Jüdische Friedhof, sollte ein Grünzug werden. "Der neue Park wertet den Friedhof und seine Umgebung auf", betont Stromann. Eine Skizze stand vor zwei Jahren am Anfang, später zeichnete Pablo Guardia Martinez für die Dorfgemeinschaft einen detaillierten Plan. In Kooperation mit der Stadt wurde das Projekt im Rahmen der ökologischen Ausgleichsmaßnahme finanziert und verwirklicht. Der Verein trug mit viel Eigenleistung bei. Die neugestaltete Fläche diente früher als Acker beziehungsweise Privatgärten.

Ein rund 60 Meter langer Fußweg mit unversiegelter Decke zieht sich nun durch das insgesamt etwa 1000 Quadratmeter große Areal. Damit ist eine Verbindung von der Siedlung ins Grüne geschaffen worden. Entlang des Weges ist eine kleine Obstbaumwiese entstanden. Mitglieder der Dorfgemeinschaft packten an, setzten Apfel-, Birn- und Zwetschenbäume. Wert gelegt wurde auf alte Sorten wie die "Graue Herbstrenette" und der "Rheinische Winterrambur". Der Rhein-Kreis Neuss hatte für die Bäume rund 1100 Euro aus einem Förderprogramm zur Verfügung gestellt. "Bei dem Obst können sich künftig die Bürger bedienen", kündigt Stromann an.

Die beiden Eingänge zur Grünanlage prägen jeweils zwei Säulenhainbuchen, an der Ferdinandstraße wurde eine Sitzbank aufgestellt. Ein weiteres Detail: Mitten auf der Wiese steht ein etwa sieben Motor hoher Holzmast, an dem jetzt noch eine Nisthilfe angebracht wird. Die ist "für Turmfalken gedacht, der Mast dient als Ansitz für den Greifvogel", erläutert Paul Steins, Vizevorsitzender der Dorfgemeinschaft Hülchrath. "Den Holzmast hat das Versorgungsunternehmen GWG uns zur Verfügung gestellt und errichtet." Bewusst auf dem Areal weggelassen wurden Abfalleimer. "Die Erfahrung zeigt, dass gerade im Umfeld solcher Behälter oft Müll herumliegt", begründet Vorsitzender Stromann den Verzicht. Auf der anderen Seite der Ferdinandstraße hat die Stadt im Rahmen des Projekts einen kleinen Kinderspielplatz - mit Abfallbehälter - angelegt, noch ist der Platz aber nicht eröffnet.

Die neue Grünlage wollen die Hülchrather natürlich auch beim nächsten Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" auf Kreisebene vorstellen, die Jury wird im Sommer die Teilnehmer-Dörfer bereisen. Eines fehlt für die hübsche Grünlage aber noch: ein Name. "Wir suchen dafür jetzt Vorschläge", sagt Albert Stromann. Wer eine Idee hat, kann seinen Namensvorschlag an info@schloss-stadt-huelchrath.de mailen. Der Arbeitskreis der Dorfgemeinschaft wird dann aus allen eingereichten Vorschlägen einen Namen auswählen.

Quelle: NGZ
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