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Grevenbroich
Einbahnstraßen sollen Barrenstein entlasten

Grevenbroich: Einbahnstraßen sollen Barrenstein entlasten
Viele Barrensteiner fordern für die Zeit der L 142-Sanierung eine Ampel an der Kreuzung K 10/Muchhausener Straße. Das wird noch geprüft. FOTO: Anja Tinter
Grevenbroich. Die Stadt informierte den Bauausschuss über neue Pläne für die Umleitungen bei der L 142-Sanierung. Die Muchhausener Straße und ein Teil der K 10 sollen dann nur in einer Richtung befahrbar sein. Von Carsten Sommerfeld

Eine Einbahnstraßen-regelung auf der Muchhausener und auf einem Teil der Wevelinghovener Straße soll Barrenstein während der Sanierung der L 142 in Langwaden Entlastung bringen. Beigeordneter Florian Herpel stellte die neuen Pläne, die auf dem Vorschlag eines Barrensteiner Bürgers basieren, jetzt im Bauausschuss vor. Politiker wünschen aber noch weitere Verbesserungen auf den geplanten Umleitungsstrecken.

Im August soll die Erneuerung der L 142 zwischen Wevelinghoven und der K 27 starten. Für etwa fünf Monate muss die auch von vielen Lkw befahrene L 142 komplett gesperrt werden, ein Teil des Umleitungsverkehrs soll mitten durch Barrenstein rollen. Bewohner befürchten ein Verkehrschaos. Bei einer Info-Veranstaltung der Stadtverwaltung machten mehrere Bürger Verbesserungsvorschläge, die im Rathaus geprüft wurden. Unter anderem wurde ein großer Einbahnstraßen-Ring angeregt. Diese Idee greift die Stadt auf - allerdings in umgekehrter Richtung als vorgeschlagen.

Generell bleibt es bei den geplanten Umleitungsstrecken: Der Verkehr Richtung Neuss soll über die L 69 fahren, die für diese Zeit zur Einbahnstraße wird. Autos Richtung Grevenbroich sollen über die Muchhausener und Wevelinghovener Straße (K10) rollen. Die Neuerung: Entgegen der ersten Pläne soll die enge Muchhausener Straße im Ort bis zur Kreuzung Einbahnstraße werden (in Fahrtrichtung Süden), die K 10 auf dem Stück zwischen Muchhausener und Hoeninger Straße (in Fahrtrichtung Wevelinghoven). Ein Schild an der Kreuzung K 10/L 361 soll den Verkehr darauf hinweisen, dass die Durchfahrt durch Barrenstein nicht möglich ist. Eine Folge der Einbahnstraßen-Lösung: Etwa auf der Muchhausener Straße sind ohne Begegnungsverkehr deutlich weniger Halte- und Parkverbote als ursprünglich vorgesehen erforderlich. Anwohner hatten vorher gefragt, wo sie ihr Auto abstellen sollten.

Die parallel führende Hoeninger Straße soll in beiden Richtungen befahrbar bleiben, ein "Verbot der Einfahrt"-Schild am nördlichen Ortseingang und eine Sperrung für Lkw über 5,5 Tonnen sollen "Schleichverkehre" verhindern.

Geprüft - und verworfen - hat die Stadt den Bürger-Vorschlag, den Umleitungsverkehr abseits des Dorfes über Wirtschaftswege zu führen. "Die Herrichtung der Wege würde rund 240.000 Euro kosten, diesen Betrag müsste die Stadt tragen", erläuterte Herpel. Und er betonte, dass es keine Alternative dazu gebe, einen Teil des Umleitungsverkehrs durch Barrenstein zu führen. "Je großräumiger eine Umleitung ausfällt, umso geringer ist die Akzeptanz. Das sieht man auch bei der Sanierung der B 59 in Jüchen. Autofahrer fahren dort sogar in Wohngebiete hinein", berichtete Herpel.

Die Barrensteiner haben noch weitere Anliegen. "Ein großer Wunsch vieler Bürger ist eine Ampel an der Kreuzung Muchhausener Straße/K 10", erklärte CDU-Fraktionschef Wolfgang Kaiser. Die Verwaltung will dies nun mit dem Rhein-Kreis besprechen. Auch Fußgängerquerungen werden gewünscht. In zwei, drei Wochen will die Stadt bei einer weiteren info-Veranstaltung über den aktuellen Stand der Pläne informieren.

Quelle: NGZ
 
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