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Grevenbroich
Einkaufs-Genossenschaft bringt Stadt keine Vorteile

Grevenbroich. Nach einem Testlauf steht fest: Mit der "KoPart", der Einkaufsgenossenschaft nordrhein-westfälischer Kommunen, kann die Stadtverwaltung nicht sparen. Die Verbrauchsartikel - vom Bleistift bis zum Toilettenpapier - seien im partnerschaftlichen Einkauf größtenteils teurer als bisher, sagt Dezernent Claus Ropertz. Ihre Mitgliedschaft in der "KoPart" will die Stadt aber vorerst nicht kündigen.

Mehr als 90 Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen nutzen das "Amazon für Verwaltungen". Durch einen gemeinschaftlichen Einkauf von Verbrauchsmaterial können die Mitglieds-Kommunen erhebliche Rabattierungen erhalten. Nicht so in Grevenbroich: "Der Test hat gezeigt, dass wir in der Vergangenheit schon überraschend preiswert eingekauft haben", sagt Dezernent Claus Ropertz: "Es wurde verglichen und immer das günstigste Angebot genommen."

Die Preise aus dem "KoPart"-Katalog hätten sogar zum großen Teil über denen gelegen, die von der Stadtverwaltung üblicherweise gezahlt werden. "Es gab zwar einige Angebote, die günstiger waren", sagt Ropertz, "allerdings erhebt die ,KoPart' einen rund zehnprozentigen Aufschlag auf den Bruttobestellwert, so dass unter dem Strich nichts zu sparen war." Der positive Aspekt aus Sicht des Dezernenten: "Der Vergleich hat auch gezeigt, dass wir im Rathaus sparsam sind. Wir haben immer die günstigsten Anbieter gewählt."

Also raus aus der "KoPart"? Nicht ganz. Die Stadt wird in der Einkaufsgenossenschaft verbleiben, um die Angebote bei größeren Beschaffungen zu vergleichen - etwa beim Kauf von neuen Fahrzeugen für die Feuerwehr. "Möglicherweise lässt sich dabei eine gute Summe sparen", sagt Claus Ropertz. Daher hat er die auf ein halbes Jahr angelegte Testphase noch einmal verlängert.

Für die Aufnahme in die Genossenschaft hat die Stadt einen einmaligen Mitgliedsbeitrag von 750 Euro gezahlt. Zudem fielen für die Einrichtung eines elektronischen Katalogsystems weitere Kosten von 1145 Euro an.

(wilp)
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