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Grevenbroich
Einzelhandel startet Aktion für Kernöffnungszeiten in der City

Grevenbroich: Einzelhandel startet Aktion für Kernöffnungszeiten in der City
Heiner Schnorrenberg erhielt von Lukas Kratzer (r.) den ersten Aufkleber, mit dem die Geschäfte für einheitliche Öffnungszeiten werben können. FOTO: W. Piel
Grevenbroich. Gut 100 Händler wird er zwischen Kölner- und Bahnstraße besuchen und für eine gemeinsame Sache werben: Lukas Kratzer vom City-Management ist unterwegs, um sich für "kundenfreundliche Öffnungszeiten" einzusetzen, mit denen die Innenstadt-Geschäfte ab dem 1. Juli möglichst gemeinsam an den Start gehen sollen. Heißt: Montags bis freitags von 9.30 bis 18.30 Uhr und samstags von 9.30 bis 16 Uhr.

"Unter der Woche stimmen bereits jetzt in mehr als 60 Prozent der Fälle die heutigen Zeiten mit den Kernöffnungszeiten überein. Bei 15 Prozent der Händler reicht eine Verschiebung der Öffnungszeiten um 30 Minuten aus, um die Kernöffnung einzuhalten", sagt Kratzer. "So schlecht ist die Situation gar nicht." Nur an den Samstagen bestehe noch Bedarf zur besseren Abstimmung. Lukas Kratzer sucht nun die Händler auf und hofft darauf, dass möglichst viele seinen Aufkleber mit den Kernöffnungszeiten an die Eingangstüren heften werden.

Den Anfang machte der Mann vom Innenstadtmanagement gestern beim Werbering-Vorsitzenden Heiner Schnorrenberg, der die Aktion unterstützt. "Kernöffnungszeiten", sagt er, "sind ein besonderer Kundenservice und ein Standortvorteil im regionalen Wettbewerb." Schnorrenberg sieht Grevenbroich hierbei schon jetzt gut aufgestellt: "Im Vergleich zu anderen Städten ist in unserer City kaum ein Geschäft zur Mittagszeit geschlossen."

Gute Noten bekam die City jetzt auch im "Städteranking Einzelhandel 2017", das von der Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung (GMA) herausgegeben wurde. Unter 209 deutschen Städten mit 40.000 bis 120.000 Einwohnern steht Grevenbroich an 22. Stelle. "Das zeigt: Der Einzelhandel unserer Kommune ist höchst vital und vielfältig", kommentierte Stadtsprecherin Ines Hammelstein den gestern veröffentlichten Vergleich. Als Merkmale für den Bericht wurden unter anderem die Einwohnerentwicklung, das Pendlersaldo, die Arbeitslosenquote, Kaufkraft und Zentralitätskennziffer der Standorte bewertet.

"Die Grevenbroicher Innenstadt steht unter dem Strich immer noch gut da, das zeigt die Entwicklung der vergangenen zehn Jahre", sagt Heiner Schnorrenberg. Ein Manko seien aber nach wie vor die Ladenleerstände in exponierter Lage.

(wilp)
 
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