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Grevenbroich
Eltern unter Missbrauchs-Verdacht
Grevenbroich. Ein schwerer Fall von sexuellem Missbrauch beschäftigt ab Januar das Mönchengladbacher Landgericht. Ein Ehepaar aus Grevenbroich soll seine drei Kinder mindestens über eine Dauer von einem Jahr immer wieder zu sexuellen Handlungen gezwungen haben.

Die beiden Mädchen und der Junge waren zu Beginn der Missbrauchsserie laut Anklage gerade acht, neun und zwölf Jahre alt. Glaubt man der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach, dann mussten die Kinder in der Wohnung der Familie, aber auch im Urlaub ein regelrechtes Martyrium über sich ergehen lassen. So soll der 44 Jahre alte Vater die Mädchen mehrfach zum Sex gezwungen haben.

Die Ermittler legen ihm insgesamt 17 Fälle von schwerem sexuellen Missbrauch von Kindern und Schutzbefohlenen zur Last. Seine Frau ist wegen sexuellem Missbrauch und Beihilfe zum Missbrauch angeklagt. Der 36-Jährigen wirft die Staatsanwaltschaft vor, die Übergriffe schweigend geduldet und mit angesehen zu haben.

Während der Vater alle Vorwürfe im Polizeiverhör bestritten hat, hat seine Frau dagegen zumindest ein Teilgeständnis eingeräumt. Beide Eheleute sind bereits vorbestraft. Sollten sich die Vorwürfe vor Gericht als wahr herausstellen, muss der Mann mit einer langjährigen Haftstrafe rechnen. Auch seiner Frau droht eine Gefängnisstrafe. Prozessbeginn ist am 31. Januar.

Quelle: mape/ac/jco
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