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Grevenbroich
Energiemanagement: Lob für Kreis-Kliniken

Grevenbroich. Gutachter schlägt Ausbau der Versorgung mit LED-Leuchten und Benennung von Energiepaten vor.

Aus energetischer Sicht sind die Rhein-Kreis-Kliniken bereits gut aufgestellt - das ist eine der wichtigsten Erkenntnisse des ersten Energieaudits, das Mitte Oktober in den Kreiskrankenhäusern Dormagen und Grevenbroich St. Elisabeth stattgefunden hat und dessen Ergebnisse jetzt vorliegen.

Der beauftragte Energieauditor, Diplom-Ökologe Martin Nöthe, lobt das Energie-Management der beiden Häuser und spricht gleichzeitig Empfehlungen zur weiteren Verbesserung der Energieeffizienz aus. Besonders hinsichtlich der Umstellung auf LED-Leuchten bestehe noch Potenzial, sagt Nöthe, der als zugelassener Umweltgutachter für die Bereiche Umweltschutz und Abfallwirtschaft auch für Krankenhäuser tätig ist.

Das positive Fazit des Gutachters begründe sich vor allem anhand der Tatsache, dass in den vergangenen 15 Jahren bereits diverse Maßnahmen zur Energieeinsparung ergriffen worden seien, heißt es vonseiten der Kliniken. So wurden in Grevenbroich im Jahr 2000 zum Beispiel die Kälteanlagen umgebaut, was einen geringeren Wasserverbrauch zur Folge hatte. Seit 2006 verfügten beide Häuser außerdem über ein Blockheizkraftwerk zur Erzeugung von Strom und Wärme. Mit diesen, sagen die Kliniken, seien 2014 jeweils circa 1,3 Millionen Kilowattstunden (kWh) selbst erzeugt worden. Mikrogasturbinen im Ärztehaus Grevenbroich produzierten weitere 1,4 Millionen kWh; der Gesamtstrombedarf lag in Grevenbroich in 2014 bei rund 4,4 Millionen kWh, in Dormagen bei 4,9 Millionen kWh. In Kooperation mit Martin Nöthe wurden nun weitere Energiesparmaßnahmen festgelegt, die in den kommenden vier Jahren umgesetzt werden sollen.

Die Umrüstung auf LED-Leuchten etwa soll forciert werden. Und durch den Einbau einer neuen MSR-Technik wird die OP-Klimaanlage in Grevenbroich optimiert. Eine Energieersparnis von acht Prozent sei dadurch möglich, sagt Nöthe. Abschließend empfiehlt der Diplom-Ökologe die Benennung sogenannter "Energiepaten".

Quelle: NGZ
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