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Grevenbroich
Enttäuschung in der Stadt: Schuhgeschäft statt H&M

Grevenbroich: Enttäuschung in der Stadt: Schuhgeschäft statt H&M
Strauss ist weg, im Sommer zieht "CCC Shoes & Bags" ein. FOTO: L. Berns
Grevenbroich. Das war ja wohl nichts mit "H&M". Statt eines Ankermieters mit zwei, zieht nun einer mit drei Buchstaben in den wohl prominentesten Leerstand entlang der Kölner Straße: CCC kommt demnächst in die Coens-Galerie und verkauft - Schuhe!

Der polnische Schuh- und Taschenfilialist wird die seit mehreren Monaten leer stehende Strauss-Fläche übernehmen. Das Unternehmen hat rund 1000 Quadratmeter in der Galerie angemietet, davon etwa 800 Quadratmeter für den Verkauf. "CCC Shoes & Bags übernimmt das Geschäft im Juni und wird voraussichtlich wenige Wochen später eröffnen", so Bert Stolzenburg von der Berliner Firma "Acrest", die unter anderem für die Vermietung in der Coens-Galerie zuständig ist. Eigentümerin und Betreiberin des Centers ist die Firma Gazit Germany mit Sitz in Frankfurt.

CCC gehört nach eigenen Angaben zu den größten Schuhanbietern Europas und bietet Damen-, Herren- und Kinderschuhe an, die zum Teil selbst auf dem Kontinent produziert werden. Die Marke ist mit 774 Geschäften in 16 Ländern vertreten. Die Grevenbroicher Filiale wird vergleichsweise groß sein; die durchschnittliche Ladengröße der Billig-Schuhkette beträgt 600 Quadratmeter.

Als ganz großer Wurf wird der neue Mieter offensichtlich nicht gewertet. "Wir haben schon reichlich Schuhgeschäfte in der Fußgängerzone", sagte ein Vertreter des Werberings gegenüber unserer Redaktion: "Über kurz oder lang wird es wohl zu einem Verdrängungswettbewerb kommen." Ähnlich äußerte sich die CDU-Ratsfrau Heike Troles: "Ich hätte mir H&M in der ehemaligen Strauss-Immobilie gewünscht, damit auch junge Leute einen Anreiz haben, in die Innenstadt zu kommen." Ein Schuhgeschäft sei aber allemal besser als ein leer stehendes Geschäft.

Im sozialen Netzwerk Facebook sorgte die Nachricht vom neuen Mieter gestern kaum für Begeisterung. Grevenbroich sei mittlerweile "die Stadt der Bäcker, Optiker und Schuhgeschäfte", schrieb ein User - ein anderer beklagte: "Schon wieder so ein Ramschladen mit Plastikschuhen und Handtaschen." Der nicht ernst gemeinte, aber bezeichnende Vorschlag einer Userin: "Wie wäre denn mal ein Laden mit Backwaren in Form von Schuhen?"

(wilp)
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