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Grevenbroich
Erasmus schult die Musikstars von morgen

Grevenbroich: Erasmus schult die Musikstars von morgen
Jaimi und Aamir (beide 12) sprangen mit den anderen Streichern gleich nach ganz oben auf dem Siegertreppchen. FOTO: Valeska von Dolega
Grevenbroich. Den ersten und zweiten Platz errangen die Kinder der Streicher- sowie die der Bläsergruppen bei "Klasse musiziert". Von Valeska von Dolega

"Es war unser erster Wettbewerb. Wir hätten wirklich nicht gedacht, dass wir gleich den ersten Platz belegen würden", freut sich Aamir (12) über das Top-Resultat. Und auch sein Schulkollege Mauritz (11) war skeptisch ins Rennen gegangen: "Wir dachten, die anderen wären viel besser als wir." Wie sich beide irrten, zeigte sich dann bei der Entscheidung. Aamir, Cellospieler aus der Streicher-Gruppe am Erasmus-Gymnasium, sowie Saxophonist Mauritz von der gleichen Schule aus dem Bläserensemble belegten den ersten beziehungsweise zweiten Platz ihrer Kategorie. Die Super-Streicher heimsten darüber hinaus noch den mit 500 Euro dotierten Sonderpreis ein.

"Klasse musiziert!" heißt der Wettbewerb, an dem sie jetzt teilnahmen. "Jugend musiziert" kennt jeder, diese Veranstaltung noch nicht alle. Begegnung, Austausch und Wettbewerb bilden die drei Pfeiler, bei denen verschiedene Bläser- und Streicherklassen allgemeinbildender Schulen in einem direkten Vergleich mit anderen Musikklassen antreten, um so das eigene Leistungsniveau deutlich zu machen und herauszustellen. Dass die insgesamt knapp 50 Kinder beider Formationen bei der Entscheidung in Gelsenkirchen teilnehmen konnten, ist auch dem Förderverein zu verdanken. "Er unterstützte mit 600 Euro", wie Musiklehrerin Annette Eick sagt. "Es hat wahnsinnig Spaß gemacht", sagt Jaimi aus der 7b. Die Zwölfjährige spielt seit zwei Jahren Geige und war beim Konzert "anfangs sehr aufgeregt". Damit allerdings war sie in bester Gesellschaft, ebenso erging es Louisa aus der 7a und neuerdings Querflöttistin, die ebenfalls "mächtig Lampenfieber" hatte. Als dann aber beim Programmpunkt "italienische Tanzlieder" mitwippten, war alles Nervenflattern vergessen. "Wir hatten ja gar keinen Vergleich. Das war alle wie eine Wundertüte", freut sich auch Musiklehrer Uwe Winter.

Bereits seit 12 Jahren kooperieren das Erasmus Gymnasium und die Musikschule aus dem Rhein-Kreis-Neuss, wie deren Grevenbroicher Leiterin Ruth Braun-Sauerwein erklärt. Die fünften und sechsten Klassen werden mit dem Projekt "Klasse musiziert" im Rahmen ihres regulären Musikunterrichts gefördert. "Was jetzt geleistet wurde, ist das Ergebnis von erstförderung", sagen die Lehrer stolz und verweisen auf die gut funktionierende Zusammenarbeiten. Knapp 25 Streicher und ebenso viele Bläser waren aus den beiden Jahrgängen jetzt musikalisch involviert. "Das war ein toller Zusammenhalt", freuen sich alle Teilnehmer. Wie gut es vor Ort lief, zeigte sich auch darin, wie alle sich "gegenseitig Mut machten und sich quasi anfeuerten", wie Elena (12) berichtet.

Über die "Aus erzieherischer Sicht wäre es natürlich schön, würden die Schüler weitermachen", setzen die Lehrer hinzu. "Wir können uns das ja aussuchen, ob wir weiter machen", spricht Elena stellvertretend für alle. Jenseits des Unterrichts hatte jeder von ihnen "täglich noch mal so dreißig Minuten geübt", was die Freizeit nicht komplett erfüllte. "Da blieb auch immer Zeit für Freunde." Angesichts dessen, was in Sachen Abitur-Pensum aber in den höheren Klassen auf sie zukommt, ist noch nicht klar,w er am Ball bleibt.

Quelle: NGZ
 
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