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Grevenbroich
Erst Hitze, dann Regen zum Start der Wald-Kita

Grevenbroich: Erst Hitze, dann Regen zum Start der Wald-Kita
In Regenjacken und Matschhosen zogen die Jungen und Mädchen vom Waldkindergarten los, der Regen gestern hielt sie nicht auf. FOTO: NGZ-foto anja Tinter
Grevenbroich. Mit elf Kindern wurde jetzt der Waldkindergarten eröffnet. In Matschhosen erkundeten die Kleinen gestern Grün und Pfützen. Von Carsten Sommerfeld

In nur zwei Tagen haben die elf Jungen und Mädchen das Wetter von höchst unterschiedlichen Seiten erlebt. Am Eröffnungstag des Waldkindergartens Grevenbroich kletterte das Thermometer auf mehr als 30 Grad, unter Bäumen war es zum Glück kühler. Gestern Morgen dagegen regnete es, tropfte das Wasser von den Bäumen, war es reichlich ungemütlich. Viel Spaß hatten die Kleinen dennoch: Gut "eingepackt" in Regenjacken und Matschhosen zog die Gruppe mit ihren Erzieherinnen in den Wald. Natürlich sprangen die Kinder ausgiebig in den Pfützen herum. "Wir haben viele Schnecken gesehen und Mäuselöcher", erzählt die dreijährige Emma nach der gestrigen Erkundungstour.

"Den Kindern macht der Regen weniger aus als vielen Erwachsenen", sagt Kita-Leiterin Christina Heck. "Als ich am Morgen nach draußen blickte, habe ich mich sogar etwas gefreut, weil es nicht so heiß war wie am Montag", erzählt die 29-Jährige, die mit Tanja Schwarz und Nadine Luig die elf Jungen und Mädchen betreut, darunter vier unter drei Jahren.

Zusammen unter anderem mit Eltern, Bürgermeisterin Ursula Kwasny, Wald-Eigentümer Bertram Graf von Nesselrode und anderen war der Waldkindergarten am ersten Tag eröffnet worden. "Es ist spannend zu sehen, wie aus einer Idee Realität wird", sagt die Vorsitzende des Trägervereins "Elterninitiative Waldkindergarten Grevenbroich", Susan Sosinka. Knapp zwei Jahre hatte es von den ersten Überlegungen bis zum Start gedauert.

Vom ersten Tag an ging es in den Wald. "Es gehört zum Konzept, das die Kinder fast immer draußen sind", erläutert Sosinka. Die gemütlich eingerichteten Bauwagen auf der Wiese nahe dem Kloster Langwaden dienen als Treffpunkt, als Ruheplatz für die Unter-Dreijährigen und als Aufenthaltsort für Wetterlagen, bei denen der Gang in den Wald mal nicht möglich ist - etwa bei Sturm. Die Eltern waren in den ersten Tagen für alle Fälle in Rufbereitschaft.

Die Natur soll den Kleinen den Raum und die Anregungen geben, um ihre Persönlichkeit zu entfalten und Neues zu entdecken. "Andere Waldkindergärten haben zudem die Erfahrung gemacht, dass die Kind dort nicht soft krank sind wie andere, dass der häufige Aufenthalt im Freien die Immunabwehr stärkt" sagt Heck. Gestern wurde auf einem Platz im Wald gefrühstückt. "Zudem haben wir unser ,Waldsofa' geschaffen - eine Sitzgruppe aus Stämmen", schildert Heck. Außerdem wurde gemeinsam ein kleines Holzhaus für Käfer gebaut. In der ersten Zeit bleibt die Kita-Gruppe noch im näheren Umfeld der Bauwagen, aber immerhin waren die Kinder bereits rund 20 Minuten zu ihrem Platz unterwegs. Später soll es etwas weiter in den Wald gehen.

Nicht zuletzt soll die Ausstattung weiter ergänzt werden, Spenden sind dem Verein und dem Erzieherinnen-Team willkommen. "Wir möchten beispielsweise noch ein Sonnensegel und einen Geräteschuppen beschaffen", erläutert die Kita-Leiterin.

Quelle: NGZ
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