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Grevenbroich
Erste Soja-Ernte in der Stadt ist eingefahren

Grevenbroich: Erste Soja-Ernte in der Stadt ist eingefahren
Bernd Wortmann ist mit der ersten Soja-Ernte zufrieden. Im kommenden Jahr soll die Anbaufläche fast verdoppelt werden. FOTO: D. Staniek
Grevenbroich. Erik Schwarz vom Biohof "Pfannenschuppen" und Bernd Wortmann sind zufrieden. Der Anbau soll erweitert werden. Von Carsten Sommerfeld

Eine ganz besondere Ernte wurde jetzt im Norden der Stadt auf einem weitläufigen Feld an der Bundesstraße 477 eingefahren: Soja. Das Landwirt-Ehepaar Gabriele und Erik Schwarz vom Bio-Hof "Pfannenschuppen" hat mit dem Pflanzen des subtropischen Gewächses im Rhein-Kreis Neuss Neuland betreten. Die beiden kooperieren mit Bernd Wortmann, der Korschenbroicher ist Mitglied des Deutschen Soja-Förderrings.

In zweieinhalb Stunden hatte ein Lohnunternehmer mit einem Mähdrescher das drei Hektar große Feld mit den hüfthohen Pflanzen abgeerntet. Mit dem Ergebnis sind Erik Schwarz und Bernd Wortmann sehr zufrieden. "Es ist gut gelaufen", sagt Landwirt Schwarz. "Unser Ziel, neun Tonnen, haben wir erreicht - vielleicht noch etwas mehr", ergänzt Klaus Wortmann, der vor dem Schnitt regelmäßig zu Probemessungen draußen war. "Wir benötigten eine Restfeuchtigkeit von 14 Prozent." Ein weiteres Indiz für die Erntereife sei, "wenn die Bohnen in den Hülsen anfangen zu klappern". Auch das Wetter spielte mit, "man sollte im Sonnenschein schneiden", erklärt Erik Schwarz.

Nach der Ernte muss nun eine wichtige Frage geklärt werden: Wie viel Protein enthält das Soja? Nur bei einem Eiweißgehalt ab 40 Prozent werde das Produkt für die Produktion von Tofu angenommen. In einer Firma in Hillesheim in der Eifel soll die Grevenbroicher Ware verarbeitet werde. Laut Wortmann, der das Bindeglied zwischen Landwirtschaft und weiterverarbeitender Wirtschaft ist, werden aus dem Tofu unter anderem vegetarische sowie vegane Schnitzel und Würstchen gemacht. Liegt der Eiweißgehalt unter 40 Prozent, werde das Soja mit etwa zehn Prozent Preisabschlag "zu hochwertigem Viehfutter" verarbeitet.

Für die Zukunft haben Schwarz und Wortmann bereits weitere Pläne: Die Fläche für Anbau der Pflanze, die mit relativ wenig Wasser auskommt, solle im kommenden Jahr fast verdoppelt werden.

Quelle: NGZ
 
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