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Grevenbroich
Erster Spatenstich für neues "Förderzentrum"

Grevenbroich: Erster Spatenstich für neues "Förderzentrum"
Mit dem ersten Spatenstich fällt der Startschuss für den Bau des neuen "Förderzentrums" für die Jugend- und Eingliederungshilfe in Kapellen. FOTO: l. berns
Grevenbroich. Jetzt beginnen im Kapellener Neubaugebiet die Bauarbeiten für ein modernes Zentrum, in das vier soziale Einrichtungen ziehen sollen. Bis 2017 soll das Gebäude fertig sein. Von Christian Kandzorra

Noch ist - abgesehen von einem Kettenbagger und einem großen Erdhügel - nicht viel zu erkennen von dem Projekt, das bis Ende nächsten Jahres an der Dinkelstraße im Neubaugebiet Kapellen (gleich neben dem Rewe-Markt) realisiert werden soll. Doch die Pläne der Architekten sind fertig und alle bürokratischen Hürden überwunden: Mit dem symbolischen Ersten Spatenstich gestern Nachmittag fiel der Startschuss für ein neues "Förderzentrum", das ab 2018 vier Träger der Jugend- und Eingliederungshilfe beherbergen soll.

Das neue Konzept, für das sich die vier Träger zusammengeschlossen haben, basiert auf dem Motto "Gemeinsam sind wir stärker". Bis dato sind Zusammenschlüsse sozialer Einrichtungen dieser Größe im Rhein-Kreis Neuss eher selten. Die Träger reagieren damit auch darauf, dass am Sozialen immer stärker gespart wird. Für das Neubaugebiet ist das Angebot von starker Bedeutung - außerdem dürfte durch die zentrale Lage direkt an der Autobahn der ganze Kreis von dem neuen "Förderzentrum" profitieren. Beim Spatenstich sprach Kreisdirektor Dirk Brügge mit Blick auf das sogenannte Quartiersmanagement von einem "modernen Ansatz". Auch Bürgermeister Klaus Krützen freut sich, dass die Bauarbeiten in der nördlichen Stadthälfte starten: "Der Bedarf ist groß."

Bauherr des neuen "Förderzentrums" ist der Evangelische Verein für Jugend- und Familienhilfe, der als Muttergesellschaft in den Neubau ziehen wird. Mit dabei: die gemeinnützige Gesellschaft Evangelische Jugend- und Familienhilfe, der Betreuungsverein Niederrhein sowie der Verein Integra.

Die vier Träger teilen sich das mehr als 900 Quadratmeter große Gebäude, dessen Bau mit rund 2,5 Millionen Euro zu Buche schlägt. "Wir finanzieren den Neubau mit Hilfe von Sponsoren, Spenden und durch Darlehen", sagt Burghard Asche. Er ist Vorstandsmitglied des evangelischen Vereins und berichtet von einem vergleichbaren Projekt, das vor kurzem im Kaarster Stadtteil Büttgen erfolgreich realisiert wurde. Die Erfahrungen sollen jetzt auch an der Dinkelstraße eingebracht werden.

Konkret sollen in dem neuen "Förderzentrum" junge Familien mit Kindern Hilfen erhalten, außerdem soll die sogenannte aufsuchende Sozialarbeit dort beheimatet werden, die eng mit dem Jugendamt zusammenarbeitet. "Zudem wird es ein Wohnheim für junge Mütter und ihre Kinder geben, wo sie für die Zukunft fit gemacht werden", erzählt Burghard Asche. Vor ziemlich genau zwei Jahren habe die Planungsphase für das neue Zentrum begonnen.

Der Zeitplan für den Bau des Zentrums ist eng geschnürt: Noch im Dezember sollen die Arbeiten am Rohbau starten und dann rasch fertiggestellt werden, damit sich die Baumaßnahme nicht doch noch bis ins Jahr 2018 zieht. Das Gebäude hat laut Architekten-Team drei komplette Stockwerke und zusätzlich ein Staffelgeschoss mit einer Dachterrasse. Außerdem soll es über einige Balkone verfügen. Sollte es eines Tages nicht mehr für die soziale Arbeit benötigt werden, könnte es laut Burghard Asche auch anderweitig genutzt werden - zum Beispiel für normale Wohnungen.

Quelle: NGZ
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