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Bürgermeisterwahl in Grevenbroich
Es bleibt weiter spannend

Grevenbroich: Kwasny und Krützen gehen in die Stichwahl
Grevenbroich: Kwasny und Krützen gehen in die Stichwahl FOTO: Tinter; Anja
Meinung | Grevenbroich. Ursula Kwasny (CDU) hat zwar einen kleinen Vorsprung erreicht, doch der ist von der absoluten Mehrheit weit entfernt. Die Neuratherin konnte die Grevenbroicher nicht überzeugen, dass sie gute Arbeit für die Stadt geleistet hat und dass sie die beste Wahl für das Rathaus ist.

Damit wird es am 27. September zur Stichwahl mit Klaus Krützen (SPD) kommen. 2009 hatte sich Kwasny mit einem hauchdünnen Unterschied von nur 0,5 Prozentpunkten gegen den SPD-Mann Bernhard Pollmeyer behaupten können. Jetzt liegt sie knapp vor Krützen. Das ist kein bequemes Polster, auf dem sich die Neuratherin ausruhen kann. Sie muss in den kommenden 14 Tagen hart um eine Verlängerung ihrer Amtszeit kämpfen.

In dieser Situation braucht Ursula Kwasny ihre Partei mehr denn je. Der CDU muss es bis zum nächsten Wahl-Sonntag gelingen, ihre Stammwählerschaft zu mobilisieren. Und nicht nur die: Auch die "Protestwähler" müssen für Kwasny gewonnen werden – also diejenigen, die ihre Stimme weder der Union noch der SPD gegeben haben. Kein leichtes Unternehmen. In dieser Situation wird Martina Suermann von "Mein Grevenbroich" nun zu einer interessanten Gesprächspartnerin. Die Ratsfrau holte gestern ein ausgezeichnetes Ergebnis von 14,1 Prozent – das waren auch Stimmen, die die den beiden großen Parteien verloren gingen. Wird Suermann gegenüber ihren Wählern eine Empfehlung für den einen oder anderen Kandidaten aussprechen? Und wenn ja, für wen? Das sind Fragen, auf deren Antwort jetzt mit Spannung gewartet wird. Übrigens auch bei der SPD.

Bürgermeisterwahl 2015 in Grevenbroich: Das sind die Kandidaten FOTO: Michael, Reuter

Denn Klaus Krützen erhofft sich nach Grünen, Linken und Freien Bürgern weitere Verbündete im Kampf um den Bürgermeisterposten. Neben UWG, FDP und Aktiven Bürgern werden die Sozialdemokraten in den nächsten Tagen mit Sicherheit auch Martina Suermann umwerben. Doch wird die engagierte Politikerin einen Klaus Krützen unterstützen, wo sie doch vor der Kommunalwahl 2014 unter Protest die SPD verlassen hatte? Der bis dahin eher träge dahinplätschernde Bürgermeisterwahlkampf bekommt jetzt noch einmal richtig Dynamik. Es bleibt spannend – und es ist nicht ausgeschlossen, dass die SPD nach Dormagen, Rommerskirchen und dem Sensationssieg in Neuss auch das Grevenbroicher Rathaus erobern könnte.

Bilder von der Wahl in Grevenbroich finden Sie hier.

NGZ-Sofa mit den Landratskandidaten FOTO: Woi
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